Die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen (HAWK) am Standort Holzminden lädt am Samstag, 26. Juni, zum zweiten digitalen Open Campus ein. Von 10 bis 13 Uhr öffnet die Hochschule digital ihre Türen. Damit auch in Zeiten von Online-Veranstaltungen Campus-Feeling aufkommt, nehmen Studierende die Teilnehmenden mit auf einen virtuellen Live-Rundgang durch die Gebäude der HAWK.
Digital Farming, also der Einsatz von Robotern, künstlicher Intelligenz und Big Data, könnte in Zukunft unsere Ernährung sichern und gleichzeitig Umwelt und Ressourcen schonen. Im Forschungsprojekt PRo-MAPPER unter der Leitung von HAWK-Professor Dr. Thomas Linkugel soll durch interdisziplinäre Zusammenarbeit ein vollautomatisierter Pflanzroboter weiterentwickelt werden. Dieser könnte in Zukunft nicht nur Aussaat, Bewässerung, Düngung und Unkrautkontrolle übernehmen.
So langsam beginnen sich Schweißtropfen auf der Stirn von William Tessin zu bilden. Der schwere Klumpen vor ihm, den er gerade durchknetet, ist aus Ton. Mit dem soll heute die geometrische Form gedruckt werden, die Franziska Goertz im Computer entworfen hat. Die beiden gehören zu den insgesamt fünf Studierenden, die in der freien Werkstatt des Kompetenzfelds Produktdesign erforschen, was möglich ist mit einem 3D-Drucker, der statt mit Kunststoff mit Ton gefüllt wird.
Aus einem Schlauch tropft Herzblut ins Nichts, ein Rahmen hängt am seidenen Faden und wenn alle Stränge richtig zusammenlaufen, entsteht ein Halsschmuck. All diese Objekte basieren auf der japanischen Tradition „Mizuhiki“. Diese Kunstform der Geschenkverpackung war der Ausgangspunkt für eine internationale kreativ-kulturelle Zusammenarbeit, an dem auch das Kompetenzfeld Metallgestaltung mit dem Lehrgebiet Schmuck/körperbezogene Objekte der HAWK-Fakultät Gestaltung teilnahm. Jetzt sind die Ergebnisse im GRASSI Museum in Leipzig zu sehen.
An was genau forscht eigentlich die HAWK? Ausgehend von dieser Frage ist eine umfangreiche Datenbank entstanden, um eine schnelle öffentlich sichtbare Übersicht zu schaffen. „Die HAWK zählt zu einer der wenigen Hochschulen, die schon ein komplettes Forschungsinformationssystem aufgebaut haben“, so Prof. apl. Prof. Dr. Wolfang Viöl, Vizepräsident für Forschung und Transfer, nicht ohne Stolz.