HAWK-Exkursion führt traditionell nach Ostbelgien und Brüssel

Erscheinungsdatum: 19.05.2026

„Exkursionen sind ein herausragendes didaktisches Format für einen kooperativ-produktiven Lernprozess vor Ort“, so das Fazit der HAWK-Professoren Dr. Ulrich Harteisen und Dr. Nicolas Klein, die gemeinsam die Exkursion nach Eupen und Brüssel geleitet haben. Mit 20 Studierenden aus den Masterstudiengängen Regionalmanagement und Wirtschaftsförderung und Urbanes Baum- und Waldmanagement der Fakultät Ressourcenmanagement ging es zunächst in die Region der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Ostbelgien und dann nach Brüssel.

 

Erster Stopp: Eupen, Sitz der Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Ostbelgien. Das Grenzen keineswegs ein Nachteil für Regionalentwicklung und Wirtschaftsförderung sein müssen, präsentierten Daniel Niessen, Referatsleiter Standortmarketing und Annalisa Zeimers, Mitarbeiterin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Ostbelgien (WFG) eindrucksvoll. Im Föderalstaat Belgien hat die Deutschsprachige Gemeinschaft vielfältige politische Gestaltungsmöglichkeiten und nutzt diese Spielräume kreativ und effizient. „Die Region Ostbelgien ist wie eine Art ‚Labor für Regionalentwicklung und Wirtschaftsförderung‘, daher ohne Frage, auch immer wieder ein spannender und lehrreicher Exkursionsort“, so Harteisen.
Am Nachmittag stand dann das urbane Grün der Stadt Eupen im Mittelpunkt. Die Umweltberaterinnen Alexandra Hilgers und Nadia Reinartz zeigten, wie man auch mit begrenzten Ressourcen alte Bäume und Parkanlagen in der Stadt erhalten und damit einen wichtigen Beitrag für eine hohe Lebensqualität leisten kann.

Es folgten zwei intensive Tage in Brüssel mit Gesprächen mit Vertreter*innen von allen drei großen EU-Institutionen, so mit Janos Schmied von der Generaldirektion Regionalpolitik der Europäischen Kommission, dem Sonderberater Hans-Werner Grenzhäuser, Kabinett des Generalsekretärs im Rat der EU und mit der Europaabgeordneten Lena Dupont. Die Möglichkeiten der Mitgestaltung und Einflussnahme auf EU-Verordnungen aus Sicht eines Bundeslandes wurden anschaulich von Lars Koenig, Referent der Niedersächsischen Landesvertretung in Brüssel und aus der Perspektive eines Naturschutzverbandes von Raphael Weyland, Büroleiter des Naturschutzbunds Deutschland (NABU) in Brüssel dargestellt.
Inhaltlich war der Blick schon auf die nächste Förderperiode 2028 bis 2034 gerichtet. Janos Schmied von der GD Regio skizzierte die zu erwartenden grundlegenden Änderungen im Bereich der „Fördergalaxien“, die insbesondere mit einer notwendigen größeren Flexibilität in Zeiten multipler Krisen begründet werden.  
Ulrich Harteisen und Nicolas Klein sind sich sicher, dass die persönlichen Begegnungen und der engagierte Austausch mit den politischen Akteur*innen in Brüssel nachhaltig im Gedächtnis der Studierenden bleiben wird. 
 

Kontakt

Energie-, Umwelt- und Wirtschaftsrecht
Prof. Dr. Ulrich Harteisen
Professor für Regionalmanagement und regionale Geografie, Studiengangskoordinator Masterstudiengang Regionalmanagement und Wirtschaftsförderung, Mitglied des Direktoriums des Zukunftszentrums Holzminden-Höxter
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