Ausstellung Artrio der Fakultät Gestaltung zeigt Konzepte für in- und outdoor

Erscheinungsdatum: 10.10.2019

Lässt sich ein Tablett weiterentwickeln? Auf welchem Möbelstück legt man am besten seine Alltagsgegenstände ab? Was haben Glas und Wasser gemeinsam? Antworten auf diese und weitere Fragen liefert die Ausstellung „Artrio“ der Kompetenzfelder Produktdesign und Metallgestaltung. Die Veranstaltung zeigt die Ergebnisse aus drei Seminaren von Studierenden aus dem zweiten bis zum fünften Semester.

Kleinmöbel als Ablage

Das zweite Semester des Kompetenzfelds Produktdesign sollte Kleinmöbel entwickeln, die sich als Ablage eignen. Die Vorgabe „Von der Fläche zum Volumen“ erscheint auf dem ersten Blick simpel: Materialien wie Holz, Metall oder Papier liegen in vielfacher Form als Basis zur Umsetzung für Ideen vom Einzelstück bis zur seriellen Fertigung vor. Sie fordern jedoch die Gestaltenden heraus, weil sie sich ohne Umformwerkzeuge nur sehr eingeschränkt in die gewünschte erscheinung biegen lassen. So bleibt das einzige Werkzeug bei diesen Entwürfen – neben dem Kopf – der Laserschneider.

Tablett neu gedacht

Mehr mit Transport statt mit Lagerung beschäftigten sich unter der Leitung von Prof. Schulz und Prof. Hartwig Gerbracht Studierende aus den Kompetenzfeldern Produktdesign und Metallgestaltung im dritten und vierten Semester. Es geht um das Tablett und die Frage, was sich an einem so reduzierten und bekannten Objekt überhaupt weiterentwickeln lässt. Unter Anwendung verschiedener Kreativmethoden haben die Studierenden die klassische Anwendung optimiert und erweitert.

 

Das reicht von funktionalen Verbesserungen bis hin zur Ausrichtung des ansonsten universellen Gegenstandes Tablett auf besondere Situationen, beispielsweise die Zeit zu zweit. Dabei bekommt das Tablett über seine praktische Funktion hinaus auch eine symbolische Funktion.

Glas

Einen weiteren Themenbereich der Ausstellung liefert das Seminar „Glas“. Bereits zum dritten Mal arbeiteten Studierende aus dem vierten und fünften Semester unter Leitung von Dozent Fabio Vogel mit der Glasmanufaktur Harzkristall in Blankenburg. Die ermöglichte mehrere Hüttentage, bei denen professionelle Glasmacher im Rahmen von gemeinsamen Workshops ihre Glaspfeifen für frische Ideen eingesetzt haben. Das Spannende dabei war der Zufall: Denn das glänzende, schimmernde Glas ist ein amorpher Werkstoff, der wie gefrorenes Wasser viele Formen annehmen kann.

 

Beide Stoffe erstarren bei entsprechendem Temperaturabfall. Glas als flüssiger Werkstoff bietet eine ungeahnte gestalterische Freiheit und ist deshalb eine sehr große Herausforderung. Anders als bei industriellen Verfahren zur Herstellung von Displays, Glasfasern oder Floatgläsern sind bei dieser archetypischen Arbeitsweise einfachere Werkzeuge im Einsatz, die weniger präzise, aber dafür um so lebendiger sind. Zu erwarten sind rein künstlerische Ergebnisse genauso wie neue Lösungen für Alltagsgegenstände wie beispielsweise eine Teekanne.

Öffnungszeiten

Die Ausstellung „Artrio“ ist werktags, 10. bis 17. Oktober, von 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet. Sie findet statt im Foyer vom Haus E im Campus Weinberg, Renatastraße 11 in 31134 Hildesheim. Eine Führung bietet die Fakultät am Freitag, 11. Oktober, um 16:30 Uhr an. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Alle Angebote sind kostenfrei.

Kontakt

Hartwig Gerbracht
Metallgestaltung / Geräte und Gefäße der Tischkultur, Architektur- und raumbezogene Arbeiten, Studiendekan Bachelor Gestaltung