Weiterentwicklung von Hof Vorbäk für eine älter werdende Bevölkerung
Ausgangspunkt waren zentrale Fragen des Wohnens und Lebens im Dorf mit einer älter werdenden Bevölkerung: Welche Wohn- und Pflegeangebote ermöglichen ein Verbleiben im Ort bis ans Lebensende? Wie lässt sich eine leerstehende ehemalige Hofstelle zu einem lebendigen, inklusiven Wohn- und Lebensort transformieren? Wie lassen sich sozialräumliche Qualitäten schaffen und wie lässt sich die Dorfgemeinschaft stärken? Welche Rolle spielt regionale Baukultur für die Transformation des Bestands und den qualitätsvollen Neubau?
In Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis „Leben im Alter auf Hof Vorbäk“ – einem Arbeitskreis der Ideenwerkstatt Kirchboitzen – entwickelten die HAWK-Architekturstudentinnen Zoe-Maria Hajnal, Grete Heidebrecht und Vanessa Sievers in ihren Masterarbeiten städtebauliche Konzepte und architektonische Entwürfe für das von der Stadt Walsrode erworbene Grundstück. Die Entwürfe zeigen Möglichkeiten für Tagespflege, eine Pflege-WG, barrierefreie Wohnungen, eine Inklusions-WG sowie für ergänzende Nutzungen auf, die die Dorfgemeinschaft stärken. Inhaltliche Schwerpunkte bildeten die gemeinwohlorientierte Projektentwicklung, architektonische Bausteine für Gemeinschaft und die nachhaltige energetische Sanierung.
Rund 120 Gäste nahmen an der öffentlichen Präsentation teil und zeigten sich überaus interessiert. Vor Ort waren unter anderem Jens Grote, der Landrat des Heidekreises, Helma Spöring, die Bürgermeisterin der Stadt Walsrode, sowie Vertretende von Sparkasse, DRK, dem Ministerium und dem Amt für regionale Landesentwicklung; sie sagten weitere Unterstützung für das Projekt zu. „Relevant ist, dass solch engagierte Akteure wie in Kirchboitzen, die man als Raumunternehmer begreifen kann, unterstützt werden“, betont Prof. Ines Lüder. Für die anstehenden Diskussionen zum Nutzungskonzept, zu den baulichen Möglichkeiten und zu einer kontextuell verankerten Architektur bieten die Arbeiten eine fundierte Grundlage. „Nun geht es darum, Gemeinwohl und Baukultur im Planungsprozess nicht zu verlieren.“ Die HAWK unterstützt die Entwicklung mit einer nachfolgenden Publikation.
Kontakt
- +49/5121/881-302
- +49/5121/881-200302
-
Hohnsen 2(Raum HID_317)31134 Hildesheim