"bdia ausgezeichnet!": 10 Innenarchitektur-Absolvent*innen erhalten Preise

Erscheinungsdatum: 23.06.2026

Auch dieses Jahr hat der bdia Bund deutscher Innenarchitektinnen und Innenarchitekten besonders viele Abschlussarbeiten aus dem Kompetenzfeld Innenarchitektur im Rahmen des Studierendenwettbewerbs „bdia ausgezeichnet!" prämiert. Der bdia würdigt damit Abschlussarbeiten von deutschen Hochschulen, die durch besondere Qualität hervorstechen. 8 Abschlussarbeiten haben eine Auszeichnung und 2 eine Anerkennung erhalten.

Ausgezeichnete Abschlussarbeiten

Diese hohe Zahl der Prämierungen war zum Teil auf einen geänderten Rhythmus der Einreichung zurückzuführen, vor allem aber war es die hohe Qualität der Arbeiten, wie Kristina Kasubke, Vorsitzende des bdia Niedersachsen/Bremen, erläuterte. Es konnten Abschlussarbeiten aus den letzten 2 Jahren eingereicht werden. Eine Auszeichnung erhielten die Bachelorstudentinnen Sara Fashwal, Melanie Göttlicher, Lena Gleue und Hanna Klatte sowie die Masterstudentinnen Luise Stepputat, Sandra Holzinger, Feline Knapp und Lovis Szymber. Die beiden Bachelorstudierenden Emma Hinz und Martin Kuhlenkamp empfingen eine Anerkennung.

Vom Lernort zum Lebensort von Sara Fashwal

Die Integration von Geflüchteten in einer alten Schule mit kulturellen Gestaltungselementen

Der Umbau der langjährig leerstehenden und zum Abriss vorgesehenen Schule in Langelsheim hat das Ziel, einen geeigneten Startpunkt und Wohnraum zu schaffen, um eine unterstützende Gemeinschaft für Geflüchtete zu etablieren und somit ihre Integration in die neue Umgebung zu fördern. Die gemeinschaftliche Unterkunft dient als Übergangsphase zur Erholung und zur Schaffung positiver Erinnerungen an den Beginn ihres neuen Lebens. 

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Swalve & Mööv von Lena Gleue

Kunst erleben und gestalten in der ehemaligen Hachez-Fabrik

Swalve & Mööv ist mehr als ein Ort. Es ist ein Raum für Ideen, Austausch und Begegnung. Ob Kaffee trinken, kreativ werden, ausstellen oder einfach nur vorbeischauen – hier ist Platz für alle. Für Kunstschaffende, Neugierige und alle, die Lust auf Gemeinschaft haben. Zwischen Werkstatt, Ausstellung und Café entsteht ein lebendiger Ort, an dem frischer Wind aus dem Norden neue Ideen inspiriert.

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Im Heidkampe von Melanie Göttlicher

Vom Arbeitsraum zum Lebensraum – Umgestaltung eines Bürogebäudes

Wie sieht ein Ort aus, der tägliche Bereiche des Lebens kombiniert? Im Heidkampe vereint Wohnen, Arbeiten und Freizeit unter einem Dach und schafft einen harmonischen Ort für ein erfülltes Miteinander. Neben Wohneinheiten für Jung und Alt gibt es einen Co-Working-Bereich für kreativen Austausch und produktives Arbeiten. Ergänzt wird das Angebot durch ein Café, einen Concept Store und einen Kulturtreff. Ein Lebensraum, der das Gemeinschaftsgefühl stärkt und die Lebensqualität fördert.

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Kraftwerk Bille von Emma Hinz

Umnutzung einer ehemaligen Industriearchitektur zu einem Sportclub

Nach Jahren des Leerstands verdient die Kesselhalle ein neues Konzept, das nicht nur die Umgebung belebt, sondern auch Gemeinschaft und Begegnung fördert. Der Entwurf eines Sportclubs für Padel-Tennis mit integriertem Fitnessstudio und Café schafft genau so einen Ort.

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VESTIGO von Sandra Holzinger

Experimentelles Tasteninstrument und performative Forschungsplattform zur intuitiven Aufspürung von Raumbedürfnissen

VESTIGO ist ein experimentelles Tasteninstrument, das die intuitive Auseinandersetzung mit Raumbedürfnissen und Begrifflichkeiten ermöglicht. Es versteht sich als Werkzeug, wie auch Plattform für transdisziplinäre Designforschung im Spannungsfeld von Raum, Wahrnehmung und Intuition. Mit seinem offenen Charakter eröffnet das Instrument neue Wege, um die oft unbewussten und subjektiven Anliegen an Räume und deren Aushandlungsprozesse greifbar zu machen.

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Vom Industrieareal zum Community Space von Hanna Klatte

Revitalisierung der Zinnwerke in Hamburg-Wilhelmsburg

Was passiert, wenn ein ehemaliges Industrieareal weitergedacht wird? Die leerstehende Halle der Zinnwerke in Hamburg-Wilhelmsburg wird zu einem offenen Community Space. Der Entwurf versteht den Bestand als sozialen und produktiven Raum für gemeinschaftliche Nutzung, kreatives Arbeiten und vielfältige Alltagsformen. Durch flexible Eingriffe entsteht ein wandelbarer Ort, der Austausch, Aktivität und Begegnung ermöglicht und sich so sozial, kulturell und nachhaltig im Quartier weiterentwickeln kann.

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Hidden Values von Feline Knapp

Eine Methode zur Bewertung und Vermittlung von grauer und goldener Energie im Bestand

Jedes Jahr werden unzählige Gebäude abgerissen – oft ganz ohne Rücksicht auf die „graue Energie“, also den energetischen Rucksack eines Gebäudes. Ebenso unbeachtet bleiben meist die „goldene Energie“ und damit die Geschichte, Gestaltung und Erinnerungen. Das Projekt „Hidden Values“ macht diese verborgenen Werte in einer interaktiven Ausstellung sichtbar und präsentiert ein digitales Tool, das eine einfache Berechnung ermöglicht. So wird deutlich, dass sich der Erhalt von Bestandsgebäuden lohnt.

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Kaleidocy von Martin Kuhlenkamp

Experimentelle kaleidozyklische Möbel- und Raumkonzepte

Die Abschlussarbeit präsentiert eine Entwurfsserie, die auf den geometrischen Prinzipien des „Kaleidozyklus“ basiert. Es entstehen überraschend wandlungsfähige Räume, Objekte und Möbel, deren Erscheinung von den Nutzenden spielerisch angepasst werden kann. Durch die prototypische Umsetzung wird die Vielseitigkeit des Konzepts erfahrbar und eröffnet neue Perspektiven für flexible Raumgestaltungen.

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Soul in Space von Luise Stepputat

Die Synthese von Psychiatrie und bedürfnisorientierter Architektur

Unser Körper ist ein integrierter Bestandteil seiner Umgebung; der geschaffene Raum dient als Schutzschicht, eine Art zweite Haut. Bei Erkrankung verändert sich die Wahrnehmung des Raumes, der selbst erkrankt und die Wahrnehmung der Krankheit widerspiegelt. Durch entwickelte Gestaltungsparameter kann ein Konzept geschaffen werden, das den veränderten Bedürfnissen der Patient*innen gerecht wird. Es schafft eine sichere und therapeutische Umgebung.

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Gestaltung für die letzte Lebensphase von Lovis Szymber

Neuplanung eines Hospizes im denkmalgeschützten Bestand

Die Masterarbeit untersucht das Potenzial der Innenarchitektur, Menschen in der letzten Lebensphase räumlich zu unterstützen. Am Beispiel der Neuplanung eines Hospizes in denkmalgeschützter Bausubstanz wird ein Gestaltungskonzept entwickelt, das Würde, Geborgenheit und Orientierung in den Mittelpunkt stellt. Historische Substanz und zeitgemäße Anforderungen an Barrierefreiheit, Atmosphäre und Pflege verbinden sich zu einer sensiblen und einfühlsamen Architektur.

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