Die Schriftenreihe „Holzmindener Schriften für Immobilienwirtschaft und -management“ nimmt aktuelle Themen der Bau- und Immobilienbranche in den Blick. Ziel ist es, neue Forschungsergebnisse, innovative Ideen und praxisrelevante Erkenntnisse sowohl einem Fachpublikum als auch der interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Die Schriftenreihe erscheint ein- bis zweimal pro Jahr unter Creative Commons (CC)-Lizenz. Die kostenlose Online-Versionen der einzelnen Ausgaben lässt sich als PDF über die Bibliothek der HAWK frei zugänglich herunterladen.
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek: Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie.
Schriftenreihe
Band 1 (2023): Fischer, Carolin
Der Logistikimmobilien und insbesondere der KEP–Logistikimmobilien wird in der aktuellen Fachliteratur im Vergleich zu anderen Assetklassen wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Ebenso wenig gibt es umfassende Forschungsergebnisse zu dieser Thematik. Für Immobilieninvestments ist diese Assetklasse jedoch insbesondere unter der Prämisse des aktuellen Anlagedrucks und der knappen Verfügbarkeit von Investment Objekten relevant. Aus diesem Grund wird in der vorliegenden Arbeit unter Zuhilfenahme qualitativer Forschungsmethodik die Assetklasse 'KEP–Immobilien' detailliert analysiert. Es sollen die Strategien und Immobilien von relevanten KEP–Akteuren verglichen und hinsichtlich ihrer möglichen Drittverwendungsfähigkeit beurteilt werden. Abschließend sollen Kriterien abgeleitet werden, die unter Berücksichtigung der Drittverwendungsfähigkeit einen Erfolg in KEP–Immobilieninvestments in Deutschland begünstigen.
Im Zuge der empirischen Forschung werden hierfür Standortanalysen einzelner Immobilien und Experteninterviews durchgeführt. Die Ergebnisse der Analysen und die Antworten der Experten erlauben nach gründlicher Auswertung eine Ableitung relevanter Erfolgskriterien. Die Ergebnisse verdeutlichen die Unterschiede zwischen den Immobilien der KEP–Akteure und deren Drittverwendungsfähigkeit. Eine mögliche Drittverwendungsfähigkeit ist bei den Verteilzentren von Amazon in höherem Maße gegeben als bei den Immobilien von DHL oder Hermes. Auch wird deutlich, dass der Erfolg eines KEP–Akteurs durch Standorte mit schnellem Zugang zu bevölkerungsstarken Regionen begünstigt wird. Die idealerweise zentrumsnahe Lage der Immobilien stellt ein nur der KEP–Branche vorbehaltenes Erfolgskriterium dar. Die Spezial-Assetklasse 'KEP–Immobilien' ist in hohem Maße von der Flexibilität und somit der Zukunftsfähigkeit des Nutzers abhängig.
Band 1 direkt über HAWK Bibliothek Holzminden abrufen
Die Deutsche Nationalbibliothek Leipzig/Frankfurt am Main verweist auf die
- Print-Version : ISSN 2749-2257
- Online-Version : ISSN 2749-2265
Band 2 (2025): Zufall, Samuel
Der Gebäudesektor hat durch seinen Energieverbrauch erheblichen Einfluss auf die Umwelt, insbesondere durch die CO₂-Emissionen, die das Klima maßgeblich beeinflussen. Um diese Emissionen in Deutschland zu reduzieren, sind umfassende energetische Sanierungen des Gebäudebestandes notwendig, die technische, politische und wirtschaftliche Herausforderungen mit sich bringen. Politische Rahmenbedingungen wie das Bundes-Klimaschutzgesetz (KSG), die ehemalige Energieeinsparverordnung (EnEV) und das ab 2020 geltende Gebäudeenergiegesetz (GEG) bilden die rechtlichen Grundlagen, die beim Neubau sowie bei Sanierungsmaßnahmen von Bestandsimmobilien eingehalten werden müssen. Diese Regularien sind jedoch komplex und für Laien oft schwer verständlich, was die Akzeptanz und Umsetzung bisher erschwert. Eine energetische Sanierung greift umfassend in die technisch-konstruktive Bausubstanz ein. Dazu zählen die außenliegenden Hüllflächen des Gebäudes, der Austausch von Fenstern und die Modernisierung von Heizungsanlagen. Von entscheidender Bedeutung sind dabei innovative Ansätze, zu denen moderne Baustoffe und -techniken, die energetische Optimierung durch Gebäudeautomation sowie der Einsatz erneuerbarer Energien in Form von Wärmepumpen oder Photovoltaikanlagen zählen. Wirtschaftlich gesehen erfordert die energetische Sanierung erhebliche Investitionen. So liegen die Kosten für die Sanierung eines Einfamilienhauses (EFH) der Baujahre 1919 bis 1978 auf den Effizienzstandard EH55 beispielsweise zwischen 92.455 und 109.725 Euro. Um die Klimaziele zu erreichen, müsste die jährliche Investitionssumme für energetische Sanierungen in Deutschland von derzeit 50 Milliarden Euro auf mindestens 110 bis 150 Milliarden Euro erhöht werden. Insgesamt lässt sich festhalten, dass eine enge Zusammenarbeit von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft notwendig ist, um die ambitionierten Klimaschutzziele der Bundesregierung zu erreichen.
Band 2 direkt über HAWK Bibliothek Holzminden abrufen
Die Deutsche Nationalbibliothek Leipzig/Frankfurt am Main verweist auf die
- Print-Version : ISSN 2749-2257
- Online-Version : ISSN 2749-2265