17 Studierenden des BA-Studiengangs Soziale Arbeit des Seminars „Inclusive City – Urbanes Zusammenleben der Vielen als Viele“ unter der Leitung von Prof. Dr. Karin Cudak und den Tutorinnen Nina Schnabel und Katja Hagenbrock gingen im Projektseminar folgenden Fragen nach:

  • Wie inklusiv ist die Stadtgesellschaft eigentlich? 
  • Wie prägt soziale Vielfalt das Zusammenleben? 
  • Welche Barrieren durchziehen Stadt und Region? 
  • Wie ist es um die gleichberechtigte Teilhabe aller Bürger*innen – mit und ohne Beeinträchtigungen – in Hildesheim, Hannover, Hameln und der Region bestellt? 
  • Und welche Rolle nimmt die Soziale Arbeit dabei ein? 
Praxisansätze für inklusive Stadtgesellschaft

Gemeinsam mit regionalen Praxis- und Kooperationspartner*innen untersuchten die Studierenden verschiedene Bereiche gesellschaftlicher Teilhabe und Inklusion mit besonderem Fokus auf Menschen mit Behinderungen. Unter Berücksichtigung der UN-Kinderrechtskonvention und der UN-Behindertenrechtskonvention entwickelten sie im Projektverlauf verschiedene Praxisansätze für eine inklusive Stadtgesellschaft.

Projektergebnisse der Teilprojekte im Detail

-    Initiierung eines inklusiven Frauen-Cafés in der Bahnhofsmission Hildesheim
-    Podcast zur sozialen und kulturellen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen
-    Entwicklung eines Handlungskonzepts für eine inklusive Offene Kinder- und Jugendarbeit in Hildesheim
-    Podcast-Reihe zum inklusiven Wohnen
-    Offener Diskursraum zu nicht-invasiven Pränataltests (NIPT)
-    Workshop zur inklusiven Sexualbildung
 

Übersicht der einzelnen Teilprojekte

IMUK – Inklusion, Musik und Kunst: Ein Podcast in Kooperation mit dem Chor „Querbeet“
In Kooperation mit dem inklusiven Chor „Querbeet“ aus Hameln entstand im Teilprojekt „IMUK – Inklusion, Musik und Kunst“ ein Podcast zur sozialen und kulturellen Teilhabe von Menschen mit Behinderung. Dieser gibt Einblicke in die Lebensrealitäten der Chormitglieder und beleuchtet Themen wie Inklusion, Diskriminierung und gesellschaftliche Teilhabe.

Inklusive Offene Kinder- und Jugendarbeit
Im Teilprojekt „Inklusive Offene Kinder- und Jugendarbeit“ entwickelten Studierende ein praxisorientiertes Handlungskonzept zur Stärkung inklusiver Strukturen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in Hildesheim.

Inklusives Wohnen: Wohnst du sch(ö)n?
Im Teilprojekt „Inklusives Wohnen: Wohnst du sch(ö)n“ entstand eine mehrteilige Podcast-Reihe zu inklusiven Wohnformen und ihrer gesellschaftlichen Bedeutung. Sie thematisiert Barrieren auf dem Wohnungsmarkt und beleuchtet die Perspektiven und Bedarfe von Menschen mit Beeinträchtigungen sowie von Fachkräften im Spannungsfeld von Teilhabe und sozialer Ungleichheit.

Café Lichtblick | Frauen-Café: Dritter Ort für Frauen in Wohnungsnot 
In Kooperation mit der Bahnhofsmission Hildesheim entstand das Teilprojekt „Café Lichtblick – Frauen-Café: Dritter Ort für Frauen in (Wohnungs-)Not“. Es schuf einen niedrigschwelligen Raum für Begegnung und Unterstützung von Frauen in prekären Lebenslagen und stärkte deren soziale Teilhabe.

Perspektiven auf Nicht-invasive Pränataltests (NIPT) öffnen: Ein offener Diskursraum zu NIPT an der HAWK
Im Teilprojekt „Perspektiven auf Nicht-Invasive Pränataltests (NIPT) öffnen" entwickelte ein Projektteam an der HAWK ein moderiertes Diskursformat. Dieses lud zum Austausch über das ethisch anspruchsvolle Thema der Pränataldiagnostik ein. Im Mittelpunkt standen aktuelle medizintechnologische Entwicklungen sowie gesundheitsökonomische Liberalisierungen im Zusammenhang mit dem NIPT.

Ich entscheide für mich selbst! Workshop zum Thema inklusive Sexualbildung
Ein weiteres Projektteam entwickelte einen Workshop zur Prävention sexualisierter Gewalt für Kinder und Jugendliche mit Unterstützungs- und Förderbedarfen im sozial-emotionalen Bereich. Ziel war es, die Selbstbestimmung der Teilnehmenden zu stärken, für grenzverletzendes Verhalten zu sensibilisieren und alters- sowie bedarfsgerechte Schutzstrategien zu vermitteln.

  • Kooperation: Schule auf der Bult (Förderschule und Förderzentrum emotionale und soziale Entwicklung )
  • Poster
  • Flyer
     

Austauschtreffen mit der Stabsstelle Migration und Inklusion der Stadt Hildesheim

Im Rahmen eines Austauschtreffens mit der Stabsstelle Migration und Inklusion der Stadt Hildesheim präsentierten die Studierenden am 28.05.2026 ihre Projektergebnisse im Hildesheimer Rathaus. Gemeinsam mit ihrer Professorin Dr. Karin Cudak sowie mit den beiden Mitarbeiterinnen des Dezernats D – Stabstelle Migration und Inklusion, Katharina Broermann und Michaela Grön, diskutierten sie, wie eine weitere Zusammenarbeit zur Förderung einer inklusiven Stadtgesellschaft aussehen könnte.

Eckdaten zum Projekt

Studiengang
B.A. Soziale Arbeit (Hildesheim)

Studienbereich
Gesundheit und Soziales

Zeitraum
Wintersemester 2025/2026 und Sommersemester 2026

Ziel
Theorie-Praxis-Transfer und Entwicklung partizipativer Handlungsansätze für eine inklusive Stadtgesellschaft

Externe Beteiligung
s.o.