Studierende berichten von ihren Erfahrungen im Ausland

Fabienne Duwe studiert im Kompetenzfeld Innenarchitektur absolvierte ein Auslandssemester in Eskisehir, Türkei, an der BCIT- British Columbia Institute of Technology

Eckdaten

Name
Fabienne Duwe

Kompetenzfeld
Innenarchitektur 

Ort
Vancouver, Kanada 

Partnerhochschule
BCIT- British Columbia Institute of Technology

Was war Ihre Motivation für das Auslandssemester?

Ein Auslandssemester war für mich der nächste logische Schritt, nachdem ich bereits während der Schulzeit wertvolle Erfahrungen im Ausland sammeln durfte. Diese Zeit hat mir gezeigt, wie bereichernd andere Kulturen und Perspektiven sind, weshalb ich dieses Gefühl unbedingt auch während meines Studiums erleben wollte. Es ist für mich die perfekte Gelegenheit, den eigenen Horizont zu erweitern, die Komfortzone bewusst zu verlassen und mich sowohl persönlich als auch fachlich in einem neuen Umfeld weiterzuentwickeln.

Wo und wie haben Sie in Ihrem Auslandsemester gelebt?

Während meines Aufenthalts habe ich direkt auf dem Campus in einem eigenen kleinen Apartment gewohnt. Das war perfekt, wenn man zwar mitten im Geschehen sein wollte, abends aber auch seine Ruhe brauchte und sich weder Küche noch Bad teilen musste. Durch die Gemeinschaftsräume und die Sportangebote direkt vor der Tür konnte man schnell Kontakte knüpfen. Auch wenn das Studium an sich einen oft ganz schön auf Trab gehalten hat, blieben dank der fehlenden Pendelstrecken am Ende genug Freiräume für alles Wichtige.

Wie war die Universität und welche Kurse haben Sie belegt?

Die Uni selbst war absolut klasse, und es gab total viele coole Angebote sowie super Hilfestellungen von den durchweg freundlichen und hilfsbereiten Lehrenden. Auch im Vergleich zu daheim gab es auf dem Campus einiges zu entdecken – allein schon an den unzähligen Essensmöglichkeiten und Ecken zum Verweilen. Was die Kurse angeht, war es richtig spannend: Ich habe unter anderem einen Kurs über Textilien und Fasern belegt, bei dem wir ziemlich tief in das Thema eingetaucht sind. Dazu kam ein Projektkurs, in dem ich trotz Vorerfahrung extrem viel Neues lernen musste, weil dort zum Teil anders gearbeitet wird – allein schon wegen des imperialen Systems! Außerdem standen ein Geschichtskurs über Möbel und Interieur sowie ein Zeichenkurs auf dem Stundenplan.

Inwiefern konnten Sie neue Erfahrungen sammeln und sich weiterentwickeln?

Dort passierte es wie von selbst, dass man neue Erfahrungen sammelte und sich weiterentwickelte – egal, ob durch den Unialltag, das Leben direkt auf dem Campus oder die Kurse, in denen man ganz neue Arbeitsweisen kennenlernte. Am meisten im Gedächtnis geblieben sind mir jedoch die Ausflüge und Reisen. Jede Wanderung und jeder Sightseeing-Trip, bei dem man eine neue Ecke und atemberaubende Landschaften entdecken konnte, waren einfach berauschend und wunderschön. Diese Naturerlebnisse waren mit das Beeindruckendste und Eindrucksvollste an der ganzen Zeit.

Was war das absolute Highlight, fachlich oder auch kulturell?

Ein einzelnes absolutes Highlight herauszufiltern, ist unmöglich, denn die gesamte Zeit bestand aus beeindruckenden Erlebnissen! Vor allem die einzelnen Outdoor-Aktivitäten und Abenteuer in der Natur waren einzigartig. Und auch kulturell wurde es absolut nie langweilig: Die Museumsbesuche waren unglaublich spannend und haben so viele neue Perspektiven eröffnet, dass man einen Rucksack voller Eindrücke mit nach Hause genommen hat.

Was stellte die größte Herausforderung dar?

Anfangs dachte ich noch, die Sprache könnte eine Hürde werden, aber das war überhaupt kein Problem. Die echte Herausforderung war das Budget: Man hatte ziemlich unterschätzt, wie teuer manche Dinge vor Ort waren, sodass die Kreditkarte schneller an ihr Limit kam als gedacht. Aber zum Glück ließ sich auch das regeln, sodass wir doch wieder bezahlen konnten.

Ihre Tipps für zukünftige Outgoings?

Wenn ihr überlegt, ein Auslandssemester zu machen: Tut es auf jeden Fall! Es bringt euch einfach so unfassbar viel. Natürlich ist es nicht immer leicht und am Anfang hat man vielleicht auch mal Angst oder ist unsicher, aber genau an diesen Herausforderungen wächst man am meisten über sich hinaus.