Seit über zehn Jahren entwickelt die Göttinger Fakultät Ingenieurwissenschaften und Gesundheit der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen und die Philipps-Universität Marburg mit Unterstützung der Firma Menlo Systems ein Verfahren, mit dem sich Hohlräume bis hin zu minimalen Materialablösungen mit Terahertz-Strahlung in Kulturgütern detektieren lassen. Das Verfahren tastet Holzskulpturen dabei erstmalig mit einem Roboterarm dreidimensional ab und übernimmt die Messergebnisse in eine neuartige Tiefenkartierung.
Vom Online-Semester zur uneingeschränkten Präsenz, von schrecklichen Nachrichten aus der Ukraine zu großer Hilfsbereitschaft an unserer Hochschule – das war das Jahr 2022 für die HAWK. Daneben gab es viele kleine und große Ereignisse, Highlights, die manchen HAWK-Angehörigen noch lange in Erinnerung bleiben werden. Eine kleine Auswahl davon finden Sie hier in unserem Jahresrückblick.
„Was sagt mir das Buch?“, fragt sich HAWK-Studentin Emma Eßbach und rückt somit das eigentliche Thema in den Mittelpunkt. Sie studiert im dritten Bachelorsemester Konservierung und Restaurierung in der Vertiefungsrichtung Schriftgut, Buch und Grafik an der Fakultät Bauen und Erhalten der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen.
Lars Hoffmann qualifizierte sich erstmals im Jahr 2018 als Deutschlandstipendiat. Bei der Friedrich Duensing GmbH erhielt er Einblicke in die Arbeitswelt eines Bauingenieurs und baute einen direkten Kontakt in die Wirtschaft auf. Was einst mit einem Kennlerngespräch auf der Vergabefeier 2018 in Hildesheim an der HAWK begann, mündete nun in eine Stelle als Bauleiter bei seinem Förderer.
Der von Friederike Johanna Nithack zusammen mit Hannah Emmerich vom Hornemann Institut der HAWK entwickelte Online-Kurs „Schimmel und Schriftgut“ stieß auf ein sehr großes Interesse: Schon beim ersten Mal – im Oktober 2022 – buchten ihn 38 Kolleg*innen aus Archiven, Bibliotheken, aber auch selbstständige Restaurator*innen. Sie evaluierten ihn einhellig positiv, sodass Hannah Emmerich den deutschen Kurs nun ohne Änderungen ins Englische übersetzen wird.
Sie sehen echt zum Anbeißen aus – die Früchte im neu angelegten Skulpturengarten im St. Bernward Krankenhaus. In Wirklichkeit gibt es sie nicht, alle Gemüsesorten und Früchte haben Studierende der Fakultät Gestaltung der HAWK in Hildesheim unter der Leitung von Prof. Hans Lamb erfunden. „Sie sagen: Kauf mich, mach mich auf, ich schmecke super“, erklärt der Professor. „Das ist die Botschaft der Früchte“, die schon jetzt für Gesprächsstoff im Krankenhaus sorgen.
Der neue niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Falko Mohrs, hat ein offenes Ohr für Fachhochschulen, also Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAWen). Nicht zuletzt, weil er selbst ein duales Studium an einer Fachhochschule absolviert hat. Bei seinem Antrittsbesuch beim HAWK-Präsidium sagte Mohrs: „HAWen haben in den vergangenen Jahren eine andere Wahrnehmung bekommen. Viele im Land erkennen ihre strukturelle Rolle im regionalen Raum. Sie haben einen guten Ruf mit eigenständigem Profil.“
Jannik Luttmann macht an seinem Arbeitsplatz einen wirklich zufriedenen Eindruck: Als einer der ersten Absolvent*innen des dualen HAWK-Forstwirtschaftsstudiengangs in Göttingen arbeitet er als Trainee bereits jetzt in verantwortungsvoller Position bei den Niedersächsischen Landesforsten (NLF) im Forstplanungsamt Wolfenbüttel. Auch sein früherer Kommilitone Philipp Kocherscheidt verbindet seinen gelungenen Trainee-Jobstart mit der Wahl der NLF als dualen Ausbildungsbetrieb.
An der Humboldt-Universität zu Berlin fand die internationale Konferenz des Deutschen Farbenzentrums zum Thema „Farbe und Gesundheit – Mensch – Natur – Licht – Material – Raum“ statt. Im Zentrum der Konferenz stand die Suche nach Strategien zur nachhaltigen Gestaltung einer gesunden und lebenswerten Umwelt. Mitorganisatorin war die HAWK-Fakultät Gestaltung am Standort Hildesheim. Die Vorträge zur Konferenz sind nun online publiziert.