Etwa 25 Interessierte haben jetzt in der Cafeteria der BBS in Holzminden an der öffentlichen Auftaktveranstaltung des Projekts „MIGOEK | Migrantische Ökonomie für ländliche Regionen. Servicebüros für Verwaltung, Politik, Organisationen, Gründer_innen und Unternehmen“ teilgenommen.
Gaia Vogel und Marius Arendt, zwei neue Ensemble-Mitglieder des Deutschen Theaters in Göttingen, waren jetzt im Rahmen der Reihe „Literarischer Hausbesuch“ bei der Fakultät Ressourcenmanagement zu Gast. Diesmal war es kein Wohnzimmer, aber doch eine dezent und gemütlich ausgeleuchtete Galerie, auf der die Zuschauerinnen und Zuschauer Platz nahmen. Schau-Vitrinen mit Exponaten aus dem Wald umsäumten den angekündigten „literarischen Waldspaziergang“.
Das Projekt „MIGOEK - Migrantische Ökonomie für ländliche Kommunen“ geht in die zweite Phase. Im ersten Schritt waren Regionalanalysen in den Landkreisen Cloppenburg, Holzminden und Werra-Meißner durchgeführt, ausgewertet und anschließend in Auftaktveranstaltungen vorgestellt worden. Jetzt sollen Unternehmerinnen und Unternehmer mit Migrationshintergrund befragt werden. Dabei geht es neben der Identifizierung von Hürden auch darum, Erfolgsfaktoren herauszufinden und Gründungswilligen gute Beispiele zu präsentieren. Zudem sind unterschiedliche Veranstaltungsformate geplant.
Denkt ein Mensch aus Deutschland an Afghanistan, hat er schnell ganz bestimmte Bilder im Kopf. Schneebedeckte Berggipfel gehören nicht unbedingt dazu. Das hat auch Projektleiter Björn Sedlak erfahren, als er Studierenden entsprechende Bilder aus dem Land zeigte. „Sie kamen nicht auf die Idee, dass diese Bilder zu Afghanistan gehören könnten“, erinnert sich der Wissenschaftliche Mitarbeiter der HAWK- Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit. Dass es in Afghanistan nicht schneit, ist nur eine von vielen Vorstellungen, die wir uns von fremden Ländern, Kulturen und Menschen machen.