Schüler*innen lernen neue Berufsperspektiven kennen

Erscheinungsdatum: 30.04.2026

Der Zukunftstag für Schulkinder und Jugendliche ist ein besonderer Tag zur Studien- und Berufsorientierung. Viele gehen davon aus, dass vermeintliche „Frauenberufe“ oder „Männerberufe“ am besten zu ihren Fähigkeiten passen. Häufig wählen sie aus einer eingeschränkten Palette der Berufsfelder. Der Zukunftstag zeigt ihnen, dass viel mehr möglich sein kann, erläutert das HAWK-Gleichstellungsbüro, das den Tag an der Hochschule organisiert. Mehr als 236 Kinder und Jugendliche nutzten an den 3 Standorten Hildesheim, Holzminden und Göttingen nutzten einmal diese neue Chance.

Werde Holzingenieurin – Fakultät Bauen und Erhalten, Hildesheim

Gemeinsam haben die 10 jungen Bauleiterinnen im Alter von 13 bis 14 Jahren im Workshop des Studienganges Holzingenieurwissenschaften unter fachlicher Anleitung von Sebastian Jost ein neues Zuhause für die heimischen Vögel im Garten gebaut. Dabei stand die Erfahrung mit dem Werkstoff Holz zu arbeiten im Vordergrund. Mit Geodreieck und Bleistift wurden dafür zunächst Markierungen für die Bohrlöcher angezeichnet und anschließend mithilfe eines Akkuschraubers vorgebohrt. Zum Schluss wurden alle Bauteile für das Vogelhaus miteinander verschraubt. Voller Stolz hat jede Bauleiterin am Ende des Tages ein eigenes Vogelhaus mit nach Hause genommen.

Workshopleitung: Sebastian Jost

Kreativ-Workshop – Fakultät Gestaltung, Hildesheim

Kreativ-Workshop für den Zukunftstag – Spaß haben, kreativ sein und Neues entdecken. In der Werkstatt Plastisches Gestalten bot die Fakultät Gestaltung im Rahmen des Zukunftstages 2026 in Hildesheim einen Workshop an, bei dem es darum ging, anhand bestimmter Kreativ-Challenges gestalterische Basis-Techniken für zwei- und dreidimensionale Gestaltung spielerisch kennenzulernen. Das Angebot richtete sich an Jungen zwischen 12 und 16 Jahren und zielte auf Spaß, Inspiration und das Entdecken neuer Fähigkeiten im Bereich Gestaltung und künstlerischem Ausdruck.

Workshopleitung: Prof. Hans-Jürgen Lamb

Musik und Content mit KI generieren – Fakultät Gestaltung, Hildesheim

Im Interaction Design Lab der Fakultät Gestaltung fand ein Workshop für 10 Mädchen im Alter von 13 bis 14 Jahren statt, der einen praxisnahen Einblick in die Verbindung von Gestaltung und Künstlicher Intelligenz bot. Die Teilnehmerinnen entwickelten mit Hilfe generativer KI Songtexte, komplette Songs und Albumcovers, wobei sie digitale Tools zur Text-, Musik- und Bildgenerierung nutzten. Sie lernten, wie kreative Ideen durch gezielte Eingaben, kritisches Urteil und gestalterische Weiterentwicklung entstehen, und erkannten, dass KI ein Werkzeug ist, das kreatives Denken und sprachliche Präzision erfordert. Ziel war es, berufliche Perspektiven in kreativen und digitalen Berufsfeldern zu vermitteln und Mut zu machen, sich früh mit Design, Technologie und kreativer Problemlösung zu beschäftigen.

Workshopleitung: Vincent Timm

Lichtatmosphäre gestalten – Fakultät Gestaltung, Hildesheim

Am Zukunfstag 2026 haben 12 Mädchen im Alter von 12 bis 16 Jahre im Lichtdesign der Fakultät Gestaltung die Frage verfolgt, was Licht im Alltag ausmacht und wie es aktiv gestaltet werden kann. Im Mittelpunkt stand dabei das praktische Ausprobieren. Die Teilnehmenden konnten innerhalb eines Licht-Parcours und an Experimentierstationen mit unterschiedlicher Beleuchtungstechnik Licht-Situationen, -räume und -szenen schaffen und so die Ausgangsfrage konkret erforschen. Durch das Ausprobieren konnten die Teilnehmerinnen viele Einblicke gewinnen und sich sowohl mit Alltags- als auch Szenischem Licht auseinandersetzen. Das praktische Erfahren und die unterschiedlichen Experimente kamen bei den Teilnehmenden gut an, besonders weil durch das Ausprobieren ein abstraktes Thema direkt erfahrbar wurde. Das Angebot weckte Interesse und ein Bewusstsein für das Thema Licht im Allgemeinen und den Studiengang an der HAWK im Besonderen.

Workshopleitung: John Lutz

Stärkenlabor – Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit, Hildesheim

Beim Workshop des Stärkenlabors hatten Jugendliche im Alter von 13 bis 16 Jahren die Gelegenheit, ihre individuellen Stärken und Interessen zu entdecken. An diesem Vormittag beschäftigen sich die Teilnehmenden unter anderem mit ihren Hobbys und Lieblingsfächern, um daraus persönliche Stärken abzuleiten und diese bewusst zu benennen. Durch gezielte Übungen und interaktive Methoden wurde die Selbstreflexion der Jugendlichen in einem sicheren Raum gefördert und pädagogisch begleitet. Das Stärkenlabor unterstützte somit die jungen Menschen dabei, ihre Charakterstärken und Fähigkeiten zu erkennen und Orientierung für ihre zukünftige Bildungs- und Berufswahl zu gewinnen - auch abseits von geschlechtstypischen Berufen.

Workshopleitung: Sara Jorgji

Arbeitsalltag in einer Hochschulbibliothek – Bibliothek Hildesheim

Die Hochschulbibliothek beteiligte sich in diesem Jahr wieder am Zukunftstag und bot vier interessierte Jungen an, den Arbeitsalltag in einer wissenschaftlichen Bibliothek hautnah zu erleben. Die Teilnehmer erhielten Einblicke in die Auswahl und Bereitstellung von Medien, unterstützten das Bibliotheksteam in der Ausleihe und erhielten Tipps für den Umgang mit digitalen Recherchetools und Künstlicher Intelligenz. Ein Schwerpunkt lag dabei auf dem kritischen Umgang mit Informationen und dem Erkennen von Fake News. Zum Abschluss konnten die Jungen ihr neues Wissen in einem gemeinsamen Escape Game anwenden und ihre Fähigkeiten spielerisch unter Beweis stellen.

Steuergeld clever einsetzen – Zentrale Beschaffung, Hildesheim

Im interaktiven Workshop der Zentralen Beschaffung der HAWK übernahmen 10 Jungen im Alter von 12 bis 16 die Rolle eines öffentlichen Beschaffungsteams und trafen Entscheidungen über den Einkauf von Tablets, Möbeln, Technik und Mensa-Ausstattung. Die Teilnehmenden verglichen Angebote und stellten schnell fest, dass neben dem Preis auch Nachhaltigkeit, Fairness und Qualität eine zentrale Rolle spielen. Der Workshop vermittelte praxisnah, welche Verantwortung die öffentliche Verwaltung für Geld, Umwelt und Menschen trägt. Dabei wurde deutlich, warum Jobs in der Verwaltung zukunftsrelevanter sind, als ihr Ruf vermuten lässt.

Workshopleitung: Christina Fehl

Fachinformatikerin im IT-Service – IT-Abteilung Hildesheim

Am Zukunftstag 2026 erhielten acht Mädchen in der Abteilung IT der HAWK praxisnahe Einblicke in den Berufsalltag einer Fachinformatikerin für Systemintegration. Unter Anleitung eines Auszubildenden bauten die Teilnehmerinnen einen Computer aus seinen Einzelteilen zusammen, um die Hardware-Grundlagen direkt zu begreifen und Fragen zur Ausbildung aus erster Hand zu klären. Parallel dazu experimentierten sie mit Künstlicher Intelligenz zur Bildgenerierung und druckten ihre digitalen Werke anschließend auf einem hochwertigen 12-Farb-Drucker in Galeriequalität aus. In diesem interaktiven Programm erfuhren die Schülerinnen, wie vielseitig und zukunftsorientiert die Aufgaben im IT-Service einer Hochschule sind. Das Angebot weckte erfolgreich das Interesse an technischen Berufsfeldern und gab den Mädchen wertvolle Impulse für ihre spätere Berufswahl.

Workshopleitung: Claus Lange und Dag Reulecke 

Weltentdecker – International Office, Hildesheim

Am Zukunftstag 2026 haben zwölf Jungen am interaktiven Programm des International Office der HAWK teilgenommen und dabei wertvolle Einblicke in die internationale Arbeit an der Hochschule erhalten. Im Fokus standen interkulturelle Sensibilisierung und Teamwork als zentrale Kompetenzen. An drei abwechslungsreichen Stationen testeten die Teilnehmenden ihr Wissen über Sprachen bei einem Quiz und schrieben ihre Namen in verschiedenen Sprachen, erfuhren praxisnah, wie Bewerbungen aus dem Ausland geprüft werden, und gestalteten gemeinsam kreative Plakate zu ihrem Wunsch-Auslandsaufenthalt. Die Jungen zeigten großes Interesse an den vielseitigen Aufgaben und lernten die Bedeutung von Offenheit und Zusammenarbeit im internationalen Umfeld kennen. Das Angebot ermöglichte einen spannenden Austausch und weckte Neugier auf globale Perspektiven.

Vielfalt bereichert – Fakultät Soziale Arbeit, Holzminden

Unter dem Slogan „Zukunft gestalten: Soziale Arbeit, Menschenrechte und Vielfalt“ konnten Jugendliche im Alter von 12 bis 16 Jahren beim Zukunftstag an der Fakultät Soziale Arbeit der HAWK in Holzminden erfahren, warum Menschenrechte essenziell sind und wie Vielfalt unsere Gesellschaft bereichert. Die Teilnehmenden beteiligten sich an interaktiven Spielen, Quiz-Spielen und Diskussionen, um die Bedeutung von Fairness, Respekt und Toleranz zu erforschen. Der Workshop förderte die Neugier der Jugendlichen, eigene Ideen für eine respektvolle und inklusive Gesellschaft einzubringen und Fragen zu stellen, welche zentralen Aufgaben, Ziele und Werte Soziale Arbeit verfolgt. Grundintention war es, dass Bewusstsein für Menschenrechte, Vielfalt und soziale Gerechtigkeit zu stärken und für die Bedeutung sozialer Berufe zu sensibilisieren.

Coole Jobs in der Hochschulverwaltung – Verwaltung Holzminden

Zwölf Jungen nahmen am praxisnahen Programm im Bereich der Verwaltung teil und erhielten dabei spannende Einblicke in kaufmännische und organisatorische Aufgaben. In den PC-Pools lernten die Jungen, wie ein formeller Geschäftsbrief aufgebaut ist und verbesserten eigenständig ein mit Fehlern versehenes Schreiben. Darüber hinaus sammelten sie erste Erfahrungen in Excel, indem sie einfache Tabellen erstellten und grundlegende Funktionen ausprobierten. In einem kreativen Workshop übten die Teilnehmer sich in Präsentation und Gestaltung. Die Jungen zeigten großes Interesse an den vielseitigen Aufgaben und entwickelten ein erstes Verständnis für die Anforderungen an den Verwaltungsbereich einer Hochschule.

Technik-Zauberinnen – Fakultät Ingenieruwissenschaften und Gesundheit, Göttingen

Am Zukunftstag öffnete die Fakultät Ingenieurwissenschaften und Gesundheit am Technikcampus ihre Labortüren für 40 neugierige Schülerinnen. Unter professioneller Anleitung tauchten die Teilnehmerinnen in die faszinierende Welt der Technik und Ingenieurwissenschaften ein. Ob Löten eigener elektronischer Gadgets, kreatives Plasma-Malen oder das präzise Laserschneiden und -gravieren – an verschiedenen Stationen konnten die 40 Mädchen im Alter von 10 bis 16 Jahren ihre handwerklichen und technischen Fähigkeiten ausprobieren und als "Technik-Zauberinnen" eigene kleine Projekte verwirklichen. Ein besonderes Highlight war der HAWK-Rennwagen, der bei den Besucherinnen für strahlende Augen sorgte. Das Angebot bot vielfältige Gelegenheit bei den Teilnehmerinnen Neugier für Technik zu wecken und Berührungsängste abzubauen.

Workshopleitung: Monika Gelker

Die Technik der Zukunft entwickeln – Fakultät Ingenieurwissenschaften und Gesundheit, Göttingen

Ingenieurinnen gestalten unsere Welt – von nachhaltiger Energie über moderne Produktionsprozesse bis hin zu digitaler Technik. Bei dem Angebot „Entwickle die Technik von morgen – Dein Weg ins Wirtschaftsingenieurwesen (WING)“ haben Schülerinnen ab 12 Jahren einen Eindruck bekommen, wie neue Ideen und Ansätze die Zukunft verändern können. Im Labor konnten sie die Eigenschaften von Holzpellets untersuchen und mehr über Brennstoffe und Umweltanalytik erfahren. Außerdem haben sie sich in der Klima-Challenge „Changing the Game – Neighbourhood“ mit Zusammenhängen des Energiesystems beschäftigt und versucht in „ihrer Nachbarschaft“ die Klimaziele für 2040 zu erfüllen. Moderne Technik selbst ausprobiert haben sie bei der Planung von Fabriken der Zukunft mit VR-Brillen und zum Abschluss gab es in lockerer Atmosphäre noch einen Austausch mit Studentinnen des WING-Studiengangs. Ein spannender Tag für alle, Mädchen von heute, die die Welt von morgen mitgestalten wollen.

Jobcheck Gesundheit – Gesundheitscampus Göttingen

Am Zunkunftstag haben 30 Jungen im Alter von 12 bis 16 Jahren unter dem Motto: „Irgendwas mit Menschen“ den Gesundheitscampus Göttingen besucht. Nach einer kurzen Begrüßung durch die Studiendekanin Vicky Henze gab es Einblicke in die Studiengänge Pflegewissenschaften, Soziale Arbeit im Gesundheitswesen, Logopädie und Hebammenwissenschaft. Jeder Studiengang hatte spannende Informationen zu Studienverläufen und späteren Karrierechancen und verschiedene Mitmachaktionen zu bieten. Die Jungen konnten Rückfragen stellen, die Skills Labs am Campus ausprobieren und eigene Ideen zum Arbeiten im Gesundheitswesen entwickeln. Der Tag hat bestätigt: „Irgendwas mit Menschen“ könnte etwas für den ein oder anderen sein. 

Wald. Natur. Zukunft. – Fakultät Ressourcenmanagement, Göttingen

Wald, Klima, Boden und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen gehören zu den dringendsten Themen unserer Zeit. Bei dem Angebot „Forststudium an der HAWK – Wald. Natur. Zukunft.“  der Fakultät Ressourcenmanagement haben 10 Schülerinnen von 12 bis 16 Jahre einen Einblick bekommen, wie vielfältig die Studieninhalte sind und konnten dabei Naturnähe und Technik miteinander verknüpfen. Es wurde nicht nur der forstbotanische Garten mittels eines Drohnenfluges erkundet, sondern auch bei einem Rundgang über den Göttinger Nordcampus seltene Baumarten entdeckt. Außerdem konnten die Schülerinnen mehr über den Einsatz von Forsttechnik bei Waldarbeiten erfahren und beim Mikroskopieren von Pflanzen und Pilzen auch die ganzen kleinen botanischen Details betrachten. Ein rundum vielfältiger Tag – mit Natur, Technik und Praxis.

Alles rund um den Baum – Fakultät Ressourcenmanagement, Göttingen

Wie können Städte grün und klimafreundlich gestaltet werden? Dass Bäume dabei eine besondere Rolle spielen und was sich hinter dem Studienfach Arboristik verbirgt, haben Schülerinnen ab 10 Jahren bei dem Angebot „Alles rund um den Baum“ erfahren. Nach einem kurzen Überblick über diesen praxisnahen Studiengang an der Schnittstelle zwischen Natur und Stadt, haben die Schülerinnen gelernt, was eigentlich eine Baumansprache ist. Anschließend ging es in den forstbotanischen Garten, wo die ersten eigene Baumkontrollen durchgeführt und das neue Wissen über wichtige Merkmale und Schadsymptome direkt angewendet wurde. 

Workshopleitung: Lea Schwalb