Projekt „hands on“ präsentiert virtuellen Campus auf dem ADC Creative Campus

Erscheinungsdatum: 26.05.2023

Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt „hands on“ der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) hat auf dem ADC Creative Campus (16.-17. Mai 2023) in Hildesheim den ersten Prototypen eines virtuellen Campus für die Studiengänge der Sozial- und Gesundheitsberufe an der HAWK vorgestellt.

Die Präsentation des Prototyps während der Veranstaltung stieß auf großes Interesse und konnte von Besucher*innen vor Ort getestet werden. Die Teilnehmer*innen hatten die Möglichkeit, die Funktionen des virtuellen Campus zu erkunden.  Deren Feedback während der Veranstaltung war für das Projektteam von „hands on“ von großer Bedeutung: „Die Anregungen und Vorschläge der Besucher*innen werden nun in die Weiterentwicklung und Verbesserung des virtuellen Campus einfließen“ erläutert Kikko Neubert, Projektkoordinatorin von „hands on“, und führt weiter aus: „Ziel ist es, eine unterstützende virtuelle Lernumgebung zu schaffen, die auf die individuellen Bedürfnisse der Studierenden und Lehrenden zugeschnitten ist, um die Studierenden optimal auf ihre zukünftigen beruflichen Herausforderungen vorzubereiten“.

Die Studierenden Konstantin Goertz, Kikko Neubert und Jonas Trippler der Fakultät Gestaltung hatten im Rahmen ihres Masterstudiums einen Prototyp eines virtuellen Campus entwickelt, der zunächst den sozialen Austausch und die Interaktion zwischen Studierenden und Lehrenden fördern und personalisierte Tools für das Selbst-Studium auf einer gemeinsamen Plattform vereinen sollte. Aus der Idee der Studierenden ist ein ganzes Projekt bestehend aus wissenschaftlichen Hilfskräften, wissenschaftlichen Mitarbeitenden und Professor*innen geworden, die dank der Förderung durch die Stiftung Innovation Hochschule insgesamt drei Jahre Zeit haben, den Mehrwert der digitalen Transformation für die Hochschullehre auszuloten.

Ziel des Projekts „hands on“ ist es, die Selbststrukturierungskompetenz der Studierenden zu stärken, indem ihnen eine personalisierbare Hochschulwelt zur Verfügung gestellt wird. Die Studierenden erhalten beispielsweise einen virtuellen Arbeitsplatz in der Hochschule, der ihnen Planungs- und Kommunikationswerkzeuge zur Verfügung stellt und auf dem sie ausgewählte Studienmaterialien sammeln und bearbeiten können.

Dieser Desktop ist eingebettet in einen virtuellen Campus mit Zugang zu Angeboten wie einer möglichen Hochschulzeitung, digitalen Konferenzräumen und Werkstätten.
In Werkstätten haben Lehrende die Möglichkeit, Materialien zu platzieren, die Studierende auch jenseits der Seminarkonzepte zur Bearbeitung der Fragestellungen im Studium nutzen können.
Der virtuelle Campus wird auf Basis der Self-Determination Theory (SDT), eine Theorie der menschlichen Motivation und Persönlichkeitsentwicklung, konzipiert. Die dort angebotenen Features werden auf dieser Grundlage operationalisiert im Modell des Sozial-emotionalen Lernens (SEL), welches mit seinen fünf Kernkompetenzen eng mit den in der SDT beschriebenen psychologischen Grundbedürfnissen nach Autonomie, Kompetenz und sozialer Verbundenheit verknüpft ist. Durch die Erfüllung dieser Grundbedürfnisse sollen die Studierenden durch die Nutzung des virtuellen Campus in der Entwicklung einer intrinsischen Motivation für das eigene Studium unterstützt werden.

Auch in Zukunft soll der virtuelle Campus kontinuierlich und iterativ verbessert und weiterentwickelt werden, um eine nutzerorientierte Umgebung insbesondere für Sozial- und Gesundheitsberufe zu schaffen.

Weitere Informationen zum Projekt „hands on“: https://hands-on.hawk.de/de