HAWK-Studierende designen und bauen geschwungene Holzbank für öffentlichen Raum

Erscheinungsdatum: 09.05.2023

Die durchgehende Rückenlehne und Sitzfläche erinnern mit ihren Bogenformen an einen leichten Wellengang: Eine neue Sitzbank in auffälligem Design ist in der Bahnhofsallee eingeweiht und der Öffentlichkeit in einer kleinen Feierstunde übergeben worden. Entworfen und gefertigt wurde die Holzbank von Architekturstudenten der HAWK. Dr.-Ing. Ines Lüder, Professorin für Städtebau, Regionales Bauen und Entwerfen an der HAWK-Fakultät Bauen und Erhalten, begleitete den Entstehungsprozess. 

Das Projekt entstand in Kooperation mit der Stadt Hildesheim, der Quartiersgemeinschaft Bernwardstraße / Angoulêmeplatz sowie der Kulturfabrik Löseke, finanziert aus Zuwendungen der Stadt sowie Spenden.
„Ähnlich dem Möbel in der Osterstraße, das im September 2021 aufgestellt wurde, steht in der Bahnhofsallee jetzt ein weiteres begrüntes Sitz- und Kommunikationsmöbel“, so Ines Lüder zu dem Projekt. Initiiert wurde der Prozess durch das Stadtquartiersmanagement (Fachbereich Wirtschaftsförderung und Liegenschaften) durch Eckhard Homeister, der zusammen mit seiner Kollegin Wiebke Wrede-Olberg sowie Architekturprofessorin Ines Lüder die Initialidee zu dem Projekt hatte. Die Umsetzung erfolgte in Kooperation mit Stefan Könnecke von der Kulturfabrik Löseke.
Ibrahim Nayir und Stefan Raven sei es bei ihrem Entwurf wichtig gewesen, den Charakter des Aufstellungsortes in ihrem Design zu berücksichtigen: „Die Bahnhofsallee und die Autos, die hier vorbeifahren, eben das bewegte Leben – das waren die Gedanken, die mit in unseren Entwurf geflossen sind“, sagt Stefan Raven, der im achten Bachelor-Semester Architektur studiert, zu der auffälligen Form. Sein Kommilitone Ibrahim Nayir, im sechsten Bachelor-Semester Architektur, schaut ebenfalls sehr zufrieden auf den Entwicklungsprozess zurück: „Wir haben monatelang immer auf dem Bildschirm das Projekt als Modell gesehen und uns vorgestellt, wie es aussehen wird, und jetzt steht es da. Das erfüllt einen sehr.“

 

 

Beide haben aus dem Projekt sehr viel Praxiserfahrungen mitgenommen – obendrein habe es großen Spaß gemacht.
„Solche Objekte sind extrem wichtig für ganz viele verschiedene Menschen“, betont Ines Lüder die Relevanz solcher Wohlfühloasen für eine Innenstadt. „Sie wirkt hier im Grunde wie eine Auflockerung der Verkehrsschneise“. Ein Jahr dauerte die Planung und Realisierung des Sitzmöbels, in den letzten Wochen montierten die beiden Studenten die Bank in der Modellbau- und Holzwerkstatt der HAWK.
In die Bank integrierte Pflanzenbehälter sind mit winterfesten Gewächsen bestückt, die auch bald in Blüte stehen sollen.  Kleine runde Tische aus Fichtenholz sind auf der Sitzfläche platziert. Rückenlehne bzw. Sitz hingegen formieren sich aus über hundert Holzbohlen aus witterungsbeständigem Douglasien-Holz, fest miteinander verbunden und auf einem Holzpodest verankert.
Die hölzerne Sitzwelle steht vor der Bäckerei Duygu – deren Inhaber Selahattin Duygu sehr positiv auf das Resultat schaut. Er hat die Pflegepatenschaft der Bank übernommen, achtet regelmäßig auf Sauberkeit und genügend Wasser für das Grün.