Fenja Hanneken würde sich wieder für Medizintechnik an der HAWK entscheiden
Roboter, die bei Operationen assistieren, Sensoren, die Herzschläge in Echtzeit überwachen oder Implantate, die gehörbeeinträchtigten Menschen Musik näherbringen – hinter all diesen Innovationen steht die ganze Bandbreite der Medizintechnikexpertise, die die HAWK ihren Studierenden vermittelt. In Göttingen tragen die engagierten Forschenden der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Gesundheit zudem in einem erheblichen Maß dazu bei, dass die HAWK derzeit zu den 10 forschungsstärksten Hochschulen in Deutschland gehört.
Fernsehserien bereiteten den Weg ins Medizintechnik-Studium
Die 24-jährige Fenja Hanneken entwickelte nach eigenen Worten bereits früh Interesse für das Fachgebiet der Medizintechnik: „Ich habe schon lange eine Vorliebe für Arztserien und habe mich insbesondere für die dort gezeigten Medizinprodukte sehr begeistern können“. Schnell erkannte sie: Medizintechnik soll für sie keine Fiktion aus der Welt des Films bleiben, sondern ein Teil ihres Lebens werden. Sie wollte sich selbst dran machen, Technologien zu entwickeln, die Menschen helfen können. Eine Facharbeit, die sie in der Oberstufe zum Thema Da-Vinci-Operationsroboter anfertigte, festigte ihren Wunsch, nach dem Abitur ein Studium in dem Bereich aufzunehmen. Nach etwas Recherche und einer Informationsveranstaltung zu dem Studiengang stand ihr Weg schließlich fest.
Praxisorientiertes Studium als Erfolgsfaktor für die spätere Karriere
Fenja Hanneken schätzt an ihrem Studium nicht nur die technischen und naturwissenschaftlichen Inhalte, sondern auch den sozialen Aspekt: „Meine tiefe Motivation ist es, durch innovative Entwicklungen dazu beizutragen, dass unser Leben sich weiter verbessert.“ Und sie ergänzt: „Wenn es um die Gesundheit des Menschen geht, müssen höchste Qualitätsstandards erfüllt werden. Das lernen wir im Studium in Modulen wie Qualitätsmanagement und Medizinproduktezulassung. Meine Ausbildung befähigt mich später dazu, dass Sicherheit und Innovation bei der Produktentwicklung Hand in Hand gehen.“ Wie das ideal funktioniert, lernt sie nicht nur in ihrem Masterstudium, sondern nebenbei auch schon durch praktische Erfahrungen in ihrem Werksstudentinnenjob beim Göttinger Else Kröner Fresenius Zentrum für Optogenetische Therapien.
Das Medizintechnikstudium an der HAWK als eine Hochschule mit angewandter Ausrichtung zeichnet sich durch eine ideale Verbindung von Theorie und Praxis aus. „Im Bachelorstudium wird sehr viel Technik vermittelt. Medizin ist ebenfalls ein wichtiger Part, nimmt jedoch im Vergleich dazu einen eher kleinen Teil ein. Wir lernen Basics in Elektrotechnik und Maschinenbau, ergänzt durch spezifische Module für die Medizintechnik“, erläutert die gebürtige Ostfriesin. Als besonders wertvoll schätzt sie die Einblicke in Operationssäle und das Zuschauen bei Operationen, in Labore und auch in den Klinikalltag ein. Lehrveranstaltungen, die Mediziner*innen der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) gestalten, runden das Studium, das viel praktische Einsicht in die Anwendungsbereiche von Medizinprodukten gewährt, ab.
Medizintechnik – interdisziplinäre Module zwischen Medizin, Management und Maschinenbau
Die HAWK in Göttingen bietet im Bereich Medizintechnik ein interdisziplinäres Studium, das die Themen Ingenieurswissenschaften, Medizin und Management miteinander vereint. Die Absolvierenden sind später in der Lage, aus einzelnen Aspekten verschiedener Disziplinen im Team ein komplexes fertiges Produkt zu entwickeln. „Wir Medizintechniker*innen müssen die Bereitschaft haben, uns mit den Nachbardisziplinen auszutauschen," so Fenja, „das gilt für das Studium genauso wie für das spätere Berufsleben. So entsteht ein tieferes Verständnis für die Zusammenhänge."
Die Studentin würde sich wieder für die HAWK entscheiden, rät Interessierten aber, sich vor Bewerbung zum Studium das Modulhandbuch verschiedener Studienorte genauer anzusehen, um so die auf die eigenen Neigungen am besten zugeschnittene Hochschule zu ermitteln. Das Handbuch gibt Auskunft darüber, wie der Studiengang aufgebaut ist und welche Module belegt werden müssen. Es enthält darüber hinaus alle wichtigen Erklärungen zu den Anforderungen und den Arten der Modulprüfungen sowie zu den Zwischen- oder Abschlussprüfungen und kann als eine Art Studienleitfaden dienen.
Die HAWK bietet das Studium der Medizintechnik ausschließlich am Standort Göttingen und hier am Gesundheitscampus Göttingen (GCG) der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Gesundheit an. Bei dem GCG handelt es sich um eine Kooperation von HAWK und Universitätsmedizin Göttingen (UMG).
Wer sich für das Studium an der HAWK entscheidet, hat vielversprechende Berufsperspektiven: Eine alternde Gesellschaft, ein wachsender Gesundheitsmarkt und ein heute erweiterter Gesundheitsbegriff, der auch Wohlbefinden, Vitalität und Schönheit einbezieht, sowie der aktuelle Longevity-Trend eröffnen Medizintechniker*innen beste Karrierechancen in einer weitgefächerten Branche, die auch international stark wächst.