ioncentric GmbH steht in der Kategorie Hardware in der letzten Runde
Die aus der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen (HAWK) hervorgegangene ioncentric GmbH ist für den Embedded Award 2026 in der Kategorie Hardware nominiert. Der Preis zählt zu den bedeutendsten internationalen Auszeichnungen im Bereich Embedded-Systeme und wird jährlich auf der Fachmesse embedded world verliehen. Embedded-Systeme sind spezialisierte Computersysteme, die als Teil eines größeren technischen Geräts fest eingebettet sind und dort bestimmte Aufgaben steuern oder überwachen.
Die ioncentric GmbH, gegründet im August 2025, entstand aus Forschungs- und Entwicklungsarbeiten an der HAWK. Zu den Gründern gehört Prof. Dr. Salvatore Sternkopf, Professor an der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Gesundheit am Hochschulstandort Göttingen. Das Unternehmen entwickelt Technologien zur digitalen Überwachung von Batterien und anderen elektrischen Industrieprodukten während ihres gesamten Lebenszyklus.
Die neue EU-Batterieverordnung bildet den Hintergrund der Entwicklung. Ab 2027 müssen Industrie-, Fahrzeug- und Energiespeicherbatterien digitale Produktpässe tragen, die Herkunft, Materialeinsatz, CO₂-Bilanz sowie Nutzung und Recyclingfähigkeit dokumentieren.
In der Praxis stellt die fortlaufende Aktualisierung dieser Daten viele Unternehmen vor Herausforderungen. Produktionsdaten, Betriebsinformationen und Wartungshistorien sind oft in getrennten Systemen gespeichert, während belastbare Zustandsdaten im laufenden Betrieb fehlen.
Die für den Award eingereichte Lösung der ioncentric GmbH kombiniert integrierbare Messhardware mit einer Cloudplattform, sodass physische Industrieprodukte kontinuierlich überwacht und relevante Daten automatisch zusammengeführt werden. Kern der Technologie ist ein kompaktes Messgerät, das direkt an Batterien oder andere elektrische Systeme angeschlossen wird und kontinuierlich elektrische Signaturen und Veränderungen erkennt. So können die Daten verschlüsselt auf eine Cloudplattform übertragen und ausgewertet werden, wo sie für digitale Produktpässe nutzbar sind.
Die Technologie eignet sich nicht nur für Batterien: „Auch Generatoren, Leistungselektronik oder stationäre Energiespeicher in Industrieanlagen oder erneuerbaren Energiesystemen lassen sich auf ähnliche Weise überwachen“, so Salvatore Sternkopf.
Für die HAWK steht die Nominierung exemplarisch für den erfolgreichen Transfer von Forschungsergebnissen in marktfähige Anwendungen. Ausgründungen wie ioncentric zeigten, wie wissenschaftliche Expertise aus der Hochschule in konkrete industrielle Lösungen überführt werden könne, so Dr. Lars ten Bosch, Leiter der Stabstelle Forschung und Transfer an der HAWK: „Die Nominierung für den Embedded Award 2026 verdeutlicht, dass Innovationen aus dem Hochschulumfeld auch international Beachtung finden und zunehmend eine Rolle bei der Entwicklung neuer industrieller Technologien spielen“
Die Preisverleihung findet am Dienstag, 10. März 2026, im Rahmen der embedded world statt. Dort wird die ioncentric GmbH ihre Technologie einem internationalen Fachpublikum präsentieren.
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