„Digitaler Feierabend“ zu Frauen in der Regionalentwicklung

Erscheinungsdatum: 09.11.2023

Das zweite Treffen des „Digitalen Feierabends“ des Südniedersachsen InnovationsCampus (SNIC) vor Ort widmet sich dem Thema „Gleichstellung als Regionalentwicklung - Zur Situation der kommunalen Gleichstellungsarbeit in ländlichen Räumen Deutschlands“ am Donnerstag, 9. November, um 17.30 Uhr.

Im Rahmen des Schwerpunktthemas „Frauen und Mädchen in ländlichen Räumen“ sind in dieser Woche Sira Eberlin von der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen und Silke Tamm-Kanj, Bundessprecherin der BAG und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Würselen, zu Gast: „Die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse ist in Deutschland nicht umgesetzt, gerade in ländlichen Räumen und in Gleichstellungsfragen“.

 

Die Referentinnen sind der Überzeugung, dass eine nachhaltige gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung, die sich den Herausforderungen von Krisen und demografischen Wandel gewappnet sieht, Geschlechtergerechtigkeit voraussetzt.
Daher haben sie die Studie „Gleichstellung als Regionalentwicklung - Zur Situation der kommunalen Gleichstellungsarbeit in ländlichen Räumen Deutschlands“ herausgebracht, aus der sie berichten werden.

Diese aktuellen Forschungsergebnisse zeigen, dass Gleichstellungsbeauftragte oft der Motor für Gleichstellungspolitik in ihren Kommunen sind, geschlechtersensible Daseinsvorsorge betreiben und dadurch zu Regionalentwicklerinnen werden. Diese Fachexpertise stärker einzubeziehen ist eine große Chance für die Entwicklung ländlicher Räume. Daher wird es auch sehr konkrete Empfehlungen an politische Akteur*innen geben. Anmeldungen unter: zzhh.fm@hawk.de.

 

Zum Hintergrund:

Frauen und Mädchen machen die Hälfte der Bevölkerung aus – auch in ländlichen Räumen. Anders als ihren Geschlechtsgenossinnen in der Stadt, stehen ihnen aber eventuell nicht überall Zugang und Möglichkeiten zur Verfügung, auch dementsprechend repräsentiert zu sein, sich zu vernetzen oder sich ggf. auch Unterstützung bei frauenspezifischen Benachteiligungen und Hürden zu holen. Die Themenrunde „Frauen und Mädchen im ländlichen Raum“ soll den Teilnehmer*innen einerseits einen Überblick über interessante Forschungsaspekte zu diesem Thema bieten und andererseits Frauen aus ländlichen Regionen selbst zu Wort kommen lassen.

 Weitere Informationen zum Programm "Frauen und Mädchen in ländlichen Räumen"

 

Über das Zukunftszentrum Holzminden-Höxter:

Das Zukunftszentrum Holzminden-Höxter (ZZHH) der niedersächsischen HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst und der nordrhein-westfälischen TH-OWL Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe ist ein länderübergreifendes transdisziplinär arbeitendes Forschungszentrum. Grundidee ist es, regionale Innovationen vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung sowie regionaler und lokaler Entwicklungsprozesse in Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung zu entwickeln und so die Potenziale dieser Wirkungs- und Interessensfelder mit ihren Akteuren zu identifizieren und zu nutzen.

Weitere Informationen zum Zukunftszentrum Holzminden-Höxter

 

Über SNIC

Im Südniedersachsen InnovationsCampus (SNIC) haben sich Menschen und Hochschulen der Region zusammengefunden, um ihr Wissen zu teilen und die Region gemeinsam zu fördern. Das Teilprojekt„SNIC vor Ort“ widmet sich hierbei in verschiedenen Themenrunden dem Wissensaustausch mit ländlichen Ortschaften wie Dörfern oder kleinen Städten.