Mit der Verabschiedung der Absolvierenden öffnete die 6. Werkschau der Fakultät
Bei der Verabschiedung im Wintersemester 2025/2026 probierte die Fakultät Gestaltung mit St. Lamberti einen neuen Ort für die Verabschiedung aus. Die nah am Campus Weinberg liegende, im Jahr 1226 erbaute spätgotische Hallenkirche bot neben ausreichend Platz für alle Absolvierenden samt Begleitung einen dem Anlass entsprechenden Rahmen. Diesen unterstrichen Studierende aus dem Kompetenzfeld Lighting Design zusammen mit Cord Hladun, dem Leiter der Lighting-Design-Studios, mit einer gleichermaßen dezenten wie feierlichen Illumination im Mittelschiff. Im Altarbereich stellte die HAWK eine riesige Leinwandprojektionsfläche auf, auf der in Endlosschleife die Abschlussarbeiten beider Studiengänge zu sehen waren. Pianist Joachim Stein von der Musikschule Hildesheim begleitete die Feierlichkeit am Klavier.
Foto: Nelly Aylin Andrasz
Foto: Nelly Aylin Andrasz
Foto: Nelly Aylin Andrasz
"Was wir für möglich halten und wovon wir träumen."
„Wer gestaltet, entscheidet mit darüber, wie wir auf die Welt blicken: Was sichtbar wird, woran wir uns orientieren, worüber wir sprechen. Und gelegentlich sogar, was wir für möglich halten und wovon wir träumen. Gestaltung ist kein Versprechen für eine wasserdichte Zukunft. Aber sie verpflichtet uns, mehr als das Publikum unserer eigenen Gegenwart zu sein. Sie verlassen unsere Hochschule mit Urteils- und Schaffenskraft. In welche Zukunft wir damit steuern, liegt nun auch in Ihren Händen“, erklärt Prof. Christian Mahler, Studiendekan für den Bachelorstudiengang Gestaltung, stellvertretend für das Dekanat der Fakultät. Die Moderation der Veranstaltung übernahm die Masterstudentin Juliana-Antonia Greve.
Foto: Nelly Aylin Andrasz
Foto: Nelly Aylin Andrasz
Ehrung im Masterstudiengang Gestaltung
Stellvertretend für alle aus dem Masterstudiengang Gestaltung sprach die Absolventin Celina Schulz: „All unsere Mühen haben sich ausgezahlt. Denke ich an die HAWK-Fakultät Gestaltung, denke ich gerne an die Orte und Menschen zurück. Zum Beispiel die Exkursionen, die so waren, wie ich mir meine Klassenfahrten immer gewünscht habe. Die Fakultät Gestaltung ist Gemeinschaft, mein Herz ist voll.“ Dann kamen die Absolvierenden alphabetisch geordnet nach Kompetenzfeldern und Namen auf die Bühne. Auf dem Weg erhielten sie Blumen vom Fachschaftsrat (FSR) der Fakultät Gestaltung sowie Geschenke und Gratulationen der Fakultät. Auf der Bühne gratulierte Prof. Melanie Isverding, Studiendekanin für den Masterstudiengang Gestaltung.
Foto: Nelly Aylin Andrasz
Foto: Nelly Aylin Andrasz
Ehrung im Bachelorstudiengang Gestaltung
Nach einem Gruppenfoto kamen die Bachelorabsolvierenden nach demselben System dran. Das Wort ergriff Marieta Langeani: „Die Fakultät Gestaltung war wie eine Blase aus Liebe für mich, gerade in dieser Zeit voller Krisen und Rückschritte. Dabei wollen wir als Gestaltende doch Brücken bauen. Darum bedanken wir uns bei allen, die uns dabei geholfen haben. Martina Peschel aus der Prüfungsverwaltung, die Mitarbeitenden in der Bibliothek, die Werkstattleitenden und alle Lehrenden. Ich wünsche mir, dass uns die an der Fakultät Gestaltung gewonnene Kraft unser ganzes Leben lang begleitet.“ Es folgte das Gruppenfoto der Bachelorabsolvierenden, zum Finale gab es noch ein Foto mit allen anwesenden Absolvierenden beider Studiengänge.
Foto: Nelly Aylin Andrasz
Foto: Nelly Aylin Andrasz
Der Preis der Fakultät für den Master of Arts ging an Miriam Pujiula Buhl
Sicher ist sicher – Das Karten-Bundle. Untersuchung und Umsetzung von Risikokommunikation für Krisen und Katastrophen
Wie gut sind wir auf Krisen und Katastrophen vorbereitet? Die Bedeutung präventiver Maßnahmen und klarer Informationen bei Notfällen ist durch die hybriden Bedrohungslagen durch Mensch und Natur aktueller denn je. Die Karten sensibilisieren für Gefahrensituationen und machen Handlungsfähigkeit möglich. Wer vorbereitet ist, kann im Notfall ruhiger reagieren – und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur eigenen Sicherheit und zur Sicherheit von Mitmenschen. Denn: Sicher ist sicher.
Prüfende: Prof. Dominika Hasse, Prof. Franziska Junge
Außerdem nominiert waren: Daria Berndt, Dari Dahle, Lea Sofie Fichtner, Martin Gnadt, Maira Jobe, Johann-Sebastian Münch, Josefine Oppe und Ina Szczepanski.
Foto: Nelly Aylin Andrasz
Foto: Miriam Pujiula Buhl
Der Preis der Fakultät für den Bachelor of Arts ging an Martin Kuhlenkamp
Kaleidocy – Experimentelle Möbel- und Raumkonzepte
Die Abschlussarbeit von Martin Kuhlenkamp im Kompetenzfeld Innenarchitektur präsentiert eine Entwurfsserie, die auf den geometrischen Prinzipien des „Kaleidozyklus“ basiert. Es entstehen überraschend wandlungsfähige Räume, Objekte und Möbel, deren Erscheinung sich von den Nutzenden spielerisch anpassen lässt. Durch die prototypische Umsetzung wird die Vielseitigkeit des Konzepts erfahrbar und eröffnet neue Perspektiven für flexible Raumgestaltungen.
Prüfende: Prof. Patrick Pütz und Prof. Günter Weber
Außerdem nominiert waren: Christopher Degen, Linda Fuechsel, Marieta Langeani, Marieta, Calvin Müller, Noah Welter und Sitadevi Zonneveld.
Foto: Nelly Aylin Andrasz
Abbildung: Martin Kuhlenkamp
Der Preis der Studierenden ging an Sitadevi Zonneveld
Embodied. Dort, wo Leben und Verlust einander begegnen
Trauer ist ein universelles und zugleich individuelles Erleben, das gesellschaftlich häufig marginalisiert wird. Zwischen innerem Empfinden und äußerem Ausdruck entsteht eine Lücke, die einen gestaltenden Zugang notwendig macht. Das Projekt untersucht körperliche Ausdrucksformen von Trauer sowie deren Übersetzung in textile und räumliche Konfigurationen. Design versteht das Werk dabei als vermittelnde Praxis, die Emotion, Materialität und Öffentlichkeit in relationale Erfahrungsräume überführt. Den Preis überreichten die Jurymitglieder Lena Schüler und Juliana-Antonia Greve.
Prüfende: Prof. Melanie Isverding und Prof. Franziska Junge
Foto: Nelly Aylin Andrasz
Foto: Sitdevi Zonneveld
Anerkennung für Marieta Langeani
Loop
Wie wird die Zukunft aussehen? Gefällt sie uns? Können wir sie verändern? Loop von Marieta Langeani ist Teil einer Reihe wissenschaftlich-kultureller Immersionen in einer Inselgemeinschaft im Südatlantik. Partizipative und spekulative Workshops erforschten mögliche Zukünfte der Abfallwirtschaft. Als Ergebnis entstand ein lokaler, modularer Prototyp zur Mülltrennung aus ausschließlich auf der Insel vorhandenen Kunststoffabfällen. Das Projekt regt eine Reflexion über die Grenzen zwischen Abfall und Wert an: Was ist wirklich Abfall?
Prüfende: Prof. Matthias Ries und Verw.-Prof. Hanna-Lisette Wiesener
Foto: Nelly Aylin Andrasz
Foto: Marieta Langeani
Werkschau
Pünktlich um 19:00 Uhr eröffnete Prof. Dr. Sabine Foraita, Dekanin der Fakultät Gestaltung, die Werkschau traditionell in Haus E. Zahlreiche Interessierte gesellten sich zu den Studierenden und Absolvierenden. „Ich bin so wahnsinnig stolz auf unsere Studierenden, das haben sie alles von sich aus gestaltet, es ist wieder mal unglaublich, wie die Werkschau als Schaufenster genutzt wurde. Darum lade ich Sie herzlich ein, nehmen Sie sich Zeit, schauen Sie sich um, kommen Sie ins Gespräch“, forderte Prof. Dr. Sabine Foraita das Publikum auf. Anschließend verabschiedete sie die Lehrbeauftragte Kerstin Abrams, die sich jahrelang zusammen mit Studierenden um die Produktion des Abschlusskatalogs gekümmert hat. Das Publikum folgte dem Rat, und im Laufe des Wochenendes sollten noch einige mehr dazu kommen. Der Werkschau selbst ist es wieder einmal gelungen, sich zu übertreffen.
Foto: Nelly Aylin Andrasz
Foto: Nelly Aylin Andrasz
Foto: Nelly Aylin Andrasz
Foto: Nelly Aylin Andrasz
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Foto: Nelly Aylin Andrasz
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Foto: Nelly Aylin Andrasz
Foto: Nelly Aylin Andrasz
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