Gastwissenschaftler aus Frankreich berichtet von seinen Erfahrungen

Erscheinungsdatum: 19.03.2024

Lucas Blaquiere studiert an der Universität Paris-Saclay. Für ein Semester absolvierte er ein Forschungspraktikum an der Fakultät Management, Soziale Arbeit, Bauen der HAWK am Standort Holzminden. Das Erasmus+-Programm hat das möglich gemacht. Im Interview berichtet er von seinen Erfahrungen.

HAWK: Von welcher Universität kommen Sie und warum sind Sie an die HAWK gekommen?

Lucas Blaquiere: Ich komme aus Frankreich und studiere an der Universität Paris-Saclay in Frankreich. Im Rahmen eines Forschungspraktikums, das von der EU gefördert wird, bin ich als Gastwissenschaftler an die HAWK gekommen. Durch Auslandskontakte von Prof. Dr. Jan Schlüter habe ich die Gelegenheit bekommen, einen spannenden Einblick in die Forschung zu erhalten.

 

HAWK: Wie sieht Ihr Alltag im Forschungspraktikum als Gastwissenschaftler an der HAWK aus?

Lucas Blaquiere: Meine Tage sind ziemlich unterschiedlich, je nachdem, welche Arbeit ich zu erledigen habe. Aber im Allgemeinen arbeite ich selbstständig an meinen Forschungsarbeiten und stelle meinen Kolleginnen und Kollegen Fragen, wenn ich Hilfe oder Ratschläge brauche. Wir essen mit dem gesamten Team in der Mensa zu Mittag und nehmen uns nach dem Essen Zeit für Gespräche und Diskussionen. Insgesamt sind die sozialen Aktivitäten und der informelle Austausch mit den anderen Mitarbeitenden eine Bereicherung für den Einblick in die Wissenschaft.
 
HAWK: An welchen Themen forschen Sie?

Lucas Blaquiere: Ich betreibe angewandte ökonomische Forschung im Bereich Data Science, wobei ich im Wesentlichen an 2 Projekten im Bereich der Verkehrsforschung gearbeitet habe: Zunächst an einem Projekt im Zusammenhang mit Ecobus, einem Experiment in der Oberharzer Region, das den Transport der Einwohnenden in der Region unterstützen soll, und im Moment arbeite ich an der Sicherheit des öffentlichen Verkehrs in Bolivien.
 
HAWK: Was hat Ihnen an Ihrem Aufenthalt am besten gefallen und warum?

Lucas Blaquiere: Es hat mir viel Spaß gemacht, eine andere Kultur und neue Menschen kennenzulernen. Außerdem konnte ich das, was ich während meines Studiums gelernt habe, in die Praxis umsetzen und den Forschungsberuf kennenlernen.
 
HAWK: Was hat Ihnen das Praktikum für Ihre berufliche oder wissenschaftliche Karriere gebracht?

Lucas Blaquiere: Ich konnte mich in vielen Disziplinen wie Ökonometrie oder Statistik verbessern, aber auch meine Fähigkeiten im Umgang mit Software wie R oder Overleaf ausbauen. Außerdem konnte ich dank dieses Praktikums 2 wissenschaftliche Artikel schreiben, was für meinen Einstieg in den Masterstudiengang ziemlich gut ist.

HAWK: Wie könnte man das Forschungspraktikum noch besser machen?

Lucas Blaquiere: Mehr Kommunikation mit ausländischen Universitäten über mögliche Forschungspraktika im Rahmen von Erasmus+ wäre schön. Und mehr Informationen auf der HAWK-Website über den Prozess, um das Praktikum zu bekommen. Ansonsten war alles wirklich gut.

HAWK: Gibt es etwas, das Sie zukünftigen Gastwissenschaftler*innen mitteilen möchten?

Lucas Blaquiere: Stellt Euch darauf ein, selbstständig und kreativ zu arbeiten. Traut Euch, selbst nach Lösungen zu suchen und bei Bedarf um Hilfe zu bitten. Zögert nicht, Euch in das Team zu integrieren und an den Veranstaltungen der HAWK teilzunehmen. Das ist eine tolle Zeit, um neue Leute kennenzulernen. Nutzt Eure Freizeit, um die deutsche Kultur und Niedersachsen zu entdecken.

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