3 Jahrzehnte Engagement in Lehre, Forschung und Fakultätsentwicklung
Seit 1993 lehrte und forschte Maria Busche-Baumann an der HAWK. Nach ihrer erfolgreichen Promotion mit dem Titel „Rechtsextremismus und die Presse. Eine inhaltsanalytische Untersuchung der Berichterstattung über den ostdeutschen Rechtsextremismus in den Tageszeitungen Berliner Zeitung und Sächsische Zeitung“ begann sie ihre akademische Laufbahn zunächst als wissenschaftliche Mitarbeiterin. Es folgte die Berufung zur Verwaltungsprofessorin an der Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit. Im Jahr 2001 übernahm sie die reguläre Professur für Bildung in der Sozialen Arbeit. Insgesamt arbeitete sie mehr als 3 Jahrzehnte an der HAWK, davon rund 25 Jahre als Professorin, und prägte in dieser Zeit die Entwicklung der Fakultät in besonderer Weise.
In ihrer Amtszeit als Dekanin von 2007 bis 2011 stellte sie sich zahlreichen Herausforderungen. Insbesondere die Reakkreditierung der Studiengänge zu Zeiten der Umstellung im Rahmen des Bologna-Prozesses erforderte ein hohes Maß an Einsatz und Vermittlungsgeschick. In diesem anspruchsvollen Prozess profitierten alle Beteiligten von ihrer ruhigen, besonnenen und stets um Ausgleich bemühten Art.
Darüber hinaus engagierte sie sich intensiv für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und begleitete mehrere Promotionen erfolgreich bis zum Abschluss – die letzte noch kurz vor Weihnachten im Jahr 2025. Ihre zahlreichen Publikationen und vielfältigen Forschungsaktivitäten belegen, dass sie ihre Professur in Forschung und Lehre mit hohem wissenschaftlichem Anspruch und großer thematischer Breite ausgefüllt hat. Inhaltlich reichte ihr Spektrum von gesellschaftspolitischen Fragestellungen bis zu zentralen Themen der Sozialen Arbeit, zuletzt mit einem besonderen Schwerpunkt im Bereich der Schulsozialarbeit.
Ein Beispiel für ihr interdisziplinäres Engagement ist das von ihr initiierte und geleitete Forschungsprojekt „re:go“, das sie in Kooperation mit der Fakultät Gestaltung durchgeführt hat und welches die hochschulübergreifende Zusammenarbeit nachhaltig stärkte. Besonders hervorzuheben ist ihr Einsatz für die Schulsozialarbeit. Mit der erfolgreichen Ausrichtung von Fachtagen an der HAWK in den Jahren 2014 , 2017 und 2020 setzte sie wichtige Impulse für den fachlichen Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis. Die 3 Veranstaltungen waren in der Aula im Hohnsen 2 vollständig ausgebucht. Es gelang, alle wesentlichen handelnden Personen an einen Tisch zu bringen – darunter Lehrkräfte und Schulleitungen, Schulsozialarbeiter*innen, die GEW, den Landesjugendring Niedersachsen, die Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände Niedersachsen sowie Vertretungen des zuständigen Ministeriums – und ihnen ein gemeinsames Forum zu bieten.
Passend dazu erfolgt ihr eigentlicher beruflicher Abschied am 5. und 6. März im Rahmen des Bundeskongresses Schulsozialarbeit, der unter anderem in Kooperation mit der HAWK, der Universität Hildesheim und der Hochschule Hannover in Hildesheim stattfindet. Zu diesem bundesweiten Fachkongress werden rund 500 Teilnehmende aus ganz Deutschland erwartet. Karin Prien, Bundesministerin für Bildung, Familie, Frauen und Jugend, wird eine Videobotschaft senden. Ministerien, Schulen, Wissenschaftler*innen, Verbände der Schulsozialarbeit und viele Schulsozialarbeiter*innen werden anwesend sein.
Mit großem Engagement und wissenschaftlicher Tiefe hat Professorin Dr. Maria Busche-Baumann die Fakultät über viele Jahre hinweg bereichert. Die Fakultät dankt ihr herzlich für ihr herausragendes Wirken und wünscht ihr für den neuen Lebensabschnitt alles Gute. Im Anschluss an die offiziellen Grußworte klang der feierliche Abend bei einem Gläschen alkoholfreien Sekt in persönlicher Atmosphäre aus. In zahlreichen Gesprächen nutzten Kolleg*innen, Wegbegleiter*innen und Gäste die Gelegenheit, sich individuell von Maria Busche-Baumann zu verabschieden.