3. Fachtag Logopädie – Hören und Kommunikation über die gesamte Lebensspanne

Erscheinungsdatum: 21.04.2026

Die HAWK öffnete gemeinsam mit dem Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte ihre Türen für den 3. Fachtag Logopädie und Hören mit dem Titel: „Es könnte auch ein Hörproblem sein“. Insgesamt rund 70 Teilnehmende aus der Region Hildesheim nahmen an der Veranstaltung teil, darunter zahlreiche Vertretende aus Politik, Wissenschaft, Bildung und Inklusion. Dr. Bianka Wachtlin, Verw.-Prof. aus dem Studiengang Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie (ELP), und Beate Wüst, Direktorin des Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte in Hildesheim (LBZH), eröffneten die Veranstaltung.

Dem folgte eine herzliche Begrüßung durch den Sozialdezernenten der Stadt Hildesheim, Malte Spitzer, der die Zusammenarbeit von Praxis und Wissenschaft im Bereich der Inklusion bei Hörschädigungen hervorhob und ausdrücklich wertschätzte. Prof. Dr. Sabine Dahm, Dekanin der Fakultät für Soziales und Gesundheit, lobte das Engagement aller Beteiligten, sich im Bereich der Hörgesundheit und Interdisziplinarität zu engagieren.

Zu Beginn sprach Dr. Sybille Seybold zum Thema: „Die Effektivität eines Kommunikationstrainings (ZAK) in Gruppen“. Darin verwies sie auf den Mangel an deutschsprachigen Kommunikationstrainings für Personen mit Hörbeeinträchtigung und deren Angehörige. In ihrer Studie zeigten sich signifikante Verbesserungen der Nutzung von Kommunikationsstrategien nach Teilnahme der vorläufigen Version (Version des Kommunikationstrainings Active Communication Education (ACE) (Hickson et al., 2015). 

 

Die erwachsenen Personen wiesen qualitativ eine gesteigerte Selbstwirksamkeit auf und es zeigten sich positive Einflüsse auf die Alltagskommunikation. Die Studienergebnissee bildeten die Grundlage für die finale deutsche Version „ZAK - Zusammen Aktiv Kommunizieren“. Abschließend diskutierte das anwesende Fachpublikum die Anwendbarkeit für den Altersbereich Kinder und Jugendliche. Im nächsten Vortrag referierte Prof. Meike Brockmann-Bauser von der PH-Weingarten zum Thema: „Längsschnittstudie zum Spracherwerb bei Schweizer Kindern und Jugendlichen mit Cochlea-Implantat im Alter von 10 und 16 Jahren“. Sie gab Einblicke in die methodische Konzeption der Studie sowie deren Ergebnisse und verwies darauf, den Zugang zu Förderung und Therapie an die Zielgruppe der Kinder und vor allem Jugendlichen zu richten. Dort fehle es mitunter an Erhebungsinstrumenten.

Abschließend eröffnete Andrea Neumann die Diskussion zu den beiden Vorträgen und lud die Teilnehmenden aus Praxis und Wissenschaft ein, Themenvorschläge für die kommende Fachtage kundzutun. Der nächste Fachtag an der HAWK wird voraussichtlich am 08. April 2027 stattfinden.