„Blackbox“ – eine immersive Konzeptausstellung
Krisen und gesellschaftliche Spannungen bestimmen das aktuelle Geschehen mit Themen wie Klimawandel, politischen Konflikten oder gesellschaftlicher Ungerechtigkeit. Gleichzeitig führt die permanente Verfügbarkeit von Informationen und Bildern dazu, dass viele Menschen Inhalte zwar konsumieren, aber immer seltener langfristig verarbeiten oder emotional erleben. Kurze Aufmerksamkeitsspannen, permanente Reize und die hohe Geschwindigkeit digitaler Medien verändern die Art, wie die Menschen Informationen wahrnehmen. Klassische Formen der Vermittlung stoßen dadurch zunehmend an Grenzen.
Es braucht neue Formate, die Inhalte nicht nur zeigen, sondern erfahrbar machen, dachten sich die Absolvierenden Leon Heitmann, Clim Michel, Chérise Barthel, Lara Köhler und Elias Körbel von der Fakultät Gestaltung und entwickelten zusammen mit ihren Freunden Thiemo Frömberg von der Muthesius Kunsthochschule und Yannick Averdiek von der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig die Ausstellung „Blackbox“.
Gesellschaftliche Themen stellt die Ausstellung nicht „an der weißen Wand“ oder auf Monitoren dar, sondern vermittelt sie über Raum, Atmosphäre und unterschiedliche Sinneseindrücke. Das Ziel besteht darin, Situationen zu schaffen, die Irritation, Partizipation, Beteiligung und persönliche Auseinandersetzung möglich machen.
Durch unterschiedliche Raumtypen, wechselnde Intensitäten und bewusste Reizregulation entsteht eine Ausstellung, die Wahrnehmung aktiver einbindet und gleichzeitig auch ein neurodiverses Publikum stärker mitdenkt. Kunstschaffende sollen dabei über Inhalte genau wie über ungewöhnliche Formen der Darstellung wirken.
Öffnungszeiten
Die Ausstellung „Blackbox“ öffnet bis Sonntag, 11. Oktober 2026, immer Samstag und Sonntag von jeweils 12:00 bis 17:00 Uhr sowie nach Vereinbarung in der Galerie im Stammelbach-Speicher in der Wachsmuthstraße 20 in 31134 Hildesheim.