International Office der HAWK besucht die türkischen Kooperationspartner

Erscheinungsdatum: 08.05.2026

Annika Tiefel und Christopher Machold vom International Office der HAWK haben das Alkev Gymnasium in Istanbul besucht. „Ein Studium im Ausland ist für viele Schüler*innen verlockend. Vor allem für Schüler*innen an deutschen Auslands- und Partnerschulen, an denen intensiver Deutschunterricht und neben dem nationalen Abschluss auch das weltweit anerkannte Internationale Baccalaureat oder das deutsche Abitur angeboten wird“, weiß Annika Tiefel als Leiterin des International Office. 

Am Alkev Gymnasium in Istanbul können Schüler*innen zwischen Englisch und Deutsch als Hauptfremdsprache entscheiden. Das Gymnasium bietet nicht nur intensiven Sprachunterricht, sondern auch Landes- und Kulturkunde an. „Schon in den Fluren hängen Informationen zu großen deutschen Schriftstellern und anderen, landeskundlichen Informationen in deutscher Sprache“, erzählt Annika Tiefel von ihren Eindrücken vor Ort. Die intensive Auseinandersetzung mit Deutschland führe dazu, dass die Absolvent*innen gut auf ein Studium in Deutschland vorbereitet seien, weil sie nicht nur die Sprache sehr gut beherrschen, sondern auch schon über viel Wissen zu Unterschieden zwischen der deutschen und der türkischen Kultur verfügen und sich schon während der Schulzeit die Möglichkeit böte, eine Bildungsreise nach Deutschland zu unternehmen und potentielle Hochschulen zu besuchen.

So war eine Schüler*innengruppe des Alkev Gymnasiums im Frühjahr 2025 für einen Tag an der HAWK-Fakultät Ingenieurwissenschaften und Gesundheit in Göttingen zu Besuch, um einen Einblick in die Studiengänge und das studentische Leben in Göttingen zu erhalten. Jetzt erfolgte der Gegenbesuch: Auf der eintägigen Hochschulmesse, auf der sich die HAWK mit einem Stand präsentiert hat, stellten sich rund 40 Bildungseinrichtungen vor – vor allem aus Deutschland und Großbritannien. „Es war beeindruckend, wie gut die Schüler*innen in Deutsch und Englisch kommunizieren können und vor allem auch, wie gut sie organisiert sind. Sie haben gezielt Fragen zu den Studienprogrammen gestellt und viele wussten zumindest ungefähr, in welche Richtung sie nach der Schule gehen wollen“, berichtet Annika Tiefel von der Hochschulmesse. Die Besucher*innen interessierten sich vor allem für die Studiengänge Ingenieurwissenschaften, Medizintechnik, Gestaltung und Architektur. Aber auch die dualen Studiengänge im Gesundheitswesen weckten das Interesse von den Schüler*innen und ihren Eltern.

Die HAWK-Abordnung schloss einen Besuch der Partnerhochschule Atlas University in Istanbul an. Vor Ort tauschten sich Annika Tiefel und Christopher Machold über Möglichkeiten aus, den bisherigen Austausch im Studiengang Gestaltung zu intensivieren und die Möglichkeiten, die Partnerschaft auf andere Studiengänge zu erweitern. 
Interessant fanden beide das Leitbild der Hochschule, angelehnt an den sogenannten „Schmetterlingseffekt“: „Das Schmetterlingsabbild an unserer Universität steht dafür, dass bereits kleine Schritte heute in Zukunft große Ergebnisse bringen können“. Daher hieße die Universität auch ‚Atlas University“. 
Ein Studium in Deutschland, egal ob für ein Austauschsemester oder bis zum Abschluss, ist für türkische Schüler*innen und Studierende sehr attraktiv. „Wenn man einmal an der HAWK war, möchte man immer wiederkommen“, bestätigt eine ehemaligen Austauschstudentin, die nun ihren Abschluss an der Atlas University macht und danach gerne wieder nach Deutschland kommen würde.