HAWK-Studierende entwickeln Kampagnen für „Seeberger Studentenfutter“

Erscheinungsdatum: 07.10.2026

In einer von Reizüberflutung geprägten Kommunikationslandschaft suchen Unternehmen nach neuen Wegen, um aus der Masse herauszustechen und eine Bindung zur Zielgruppe aufzubauen. Ein zentraler Schlüssel hierfür ist das „Activation Advertising“. Dabei geht es um die Entwicklung von erlebnisorientierten Maßnahmen, die zu einer unmittelbaren Interaktion bewegen sollen. Genau solche Konzepte haben Studierende im Kompetenzfeld Advertising Design der Fakultät Gestaltung der HAWK am Standort Hildesheim am Beispiel von „Seeberger Studentenfutter“ entwickelt.

Das Projekt war eine Kooperation mit der Berliner Werbeagentur twentyrising. Maßnahmen für Activation Advertising reichen vom physischen Alltag bis in den digitalen Raum. Bei Live-Events und in Pop-up-Stores wird die Marke im öffentlichen Raum greifbar. Guerilla-Marketing und interaktive Installationen brechen Sehgewohnheiten und laden zum Mitmachen ein. Überraschende Produkttests und Probegelegenheiten, sogenannte Samplings, koppeln sich an Herausforderungen mit Mitmachcharakter, also Challenges, oder Registrierungen, um Daten und Bindung zu generieren. Influencer und Content-Creators erzeugen Inhalte für die Social Media, die ihre Follower untereinander teilen.

 

Heute ist es nahezu unmöglich alle Menschen mit Markenbotschaften gleichzeitig zu erreichen. Daher muss man umso klarer ganz bestimmte Zielgruppen ansprechen – in unserem Fall Studierende. Eigentlich klar, wenn das Produkt „Studentenfutter“ heißt.
Prof. Mathias Rebmann

Der Cheatcode für’s Gehirn

Seeberger positioniert sich als legaler „Cheatcode“ für maximale Konzentration und mentale Power, die junge Menschen in Schule und Studium besonders während der intensiven Klausurenphasen benötigen. Die Umsetzung verbindet den Energiekick mit einem Augenzwinkern: Das „Studentenfutter“ verwandelt sich von einer cleveren Verpackungsidee in eine nützliche Begleitung bei der Prüfungsvorbereitung. Über eine eigens eingerichtete Website können Studierende ihre wichtigsten Lernnotizen digital eingeben und als personalisierte, selbstklebende „Spicker-Sticker“ gestalten. Auf die Verpackung geklebt, wird die Nussmischung so zum ultimativen „Cheat Pack“, das nicht nur wichtige Nährstoffe liefert, sondern auch konkrete Hilfe für „Wissenslücken“ während der Klausur.

Der Real-Life-Buff

Gaming hat eine große Community unter Studierenden, die sehr empfindlich auf anbiedernde Werbung reagiert. Darum bricht Seeberger unter dem Motto „Dein Real-Life-Buff“ mit alten Mustern und übersetzt das „Studentenfutter“ direkt in die Sprache der Gaming-Community und deren kulturelle Codes. Die Kampagne „Plant It Yourself“ setzt genau dort an, wo sich die Zielgruppe aufhält: mitten im Spiel. Durch eine strategische Partnerschaft mit dem beliebten Mobile-Game „Hay Day“ verschmelzen die Markenwerte mit dem digitalen Spielspaß.

Gamerfutter

In einer weiteren Stufe der Kampagne fragen sich die Studierenden, warum ein Snack für die Gaming-Szene immer noch „Studentenfutter“ heißen soll? Speziell für die Gamescom in Köln, der weltweit größten Computer- und Videospielemesse, entwickelte Seeberger ein Rebranding seines Produkts: Aus dem „Studentenfutter“  wurde das „Gamerfutter!“. Die Aktion hatte die Gruppe strategisch auf Instagram vorbereitet, wo sie spezielle Cosplay-Charaktere ankündigte, die live auf dem Messegelände das neue „Gamerfutter“ verteilten. Wer einen dieser Charaktere entdeckte, ein Selfie machte und es mit der Community teilte, erhielt direkt eine Gratispackung. Für alle, die nicht vor Ort sein konnten, sollte der Snack während der Messetage auch im Online-Shop verfügbar sein.

Frische Ideen, mutige Konzepte

Die Gruppe präsentierte die Ergebnisse bei twentyrising in Berlin. „Die frischen Ideen haben mich überrascht und begeistert. Die mutigen Konzepte geben viel Stoff, um über zukünftige Aktionen und unsere Positionierung für jungen Menschen nachzudenken.“, fasste Laura Forke, Managerin Social Media, Creator & Content bei Seeberger, nach der Präsentation das erste Feedback zusammen.

Jojo Hicks, Kreativchef der Agentur twentyrising, ergänzte: „Herausgekommen sind schlaue Arbeiten, die nur von denen kommen können, die die Bedürfnisse von Studierenden erkennen und bedienen – nämlich von Studierenden selbst. So wird die Marke glaubwürdig und damit Teil der Subkulturen und Communities dieser Generation.“