Stellvertretend für alle: Verein für studentische Angelegenheiten (VestA) ausgezeichnet

Publizierungsdatum: 04.07.2016

Studierende, die sich für die Gemeinschaft einsetzen, gibt es glücklicherweise seit jeher – an allen Hochschulen, an der HAWK, an allen HAWK-Fakultäten. Stellvertretend für alle Aktiven und als Dank an alle gerichtet, hat HAWK-Präsidentin Prof. Dr. Christiane Dienel den HAWK-Preis 2016 an den Verein für studentische Angelegenheiten e.V. ( VestA) der Fakultät Bauen und Erhalten verliehen.

Die Zeugnisse dieses Zusammenschlusses reichen in die 1970er Jahre zurück. Damals bot der Paritätische Wohlfahrtsverband in Hildesheim das organisatorische Dach der Aktivitäten, damit sie als gemeinnützig anerkannt werden konnten. 1995 war es dann Student Markus Gohring, der mit seinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern beschloss, dem Verein seinen heutigen Namen zu geben: VestA e.V. Damals hieß er „Studentenwerk“, was mit dem „echten“ Studentenwerk kollidierte. Gohring feiert in diesem Jahr 50sten Geburtstag und arbeitet als Ingenieur in der Detroiter Niederlassung des deutschen Weltkonzerns Stihl. Per Skype berichtet er im Rahmen der Laudatio von Prof. Dr. Günther Bahre und Dipl.-Ing. Thomas Kauertz, Dekan und Studiendekan der Fakultät Bauen und Erhalten, beim Festakt von den Anfängen.

Fest steht, dass sich die Studierenden-Generationen des VestA voll Herzblut ihrer Sache gewidmet und keine Zeit an überflüssige Bürokratie verschwendet haben, sprich: Über die Geschichte des Vereins gibt es keine akribisch geführte Chronik. So berichtet der heutige 1. Vorsitzende, Julian Sump, dass die erste Mensa-Party wahrscheinlich im März 1999 stattgefunden hat. Insgesamt fand die Party drei bis viermal im Jahr und bis heute vermutlich neunzig Mal statt.

Die jüngste Party war im Mai dieses Jahres; rund 600 Besucherinnen und Besucher tanzten bis zum Morgengrauen und wollten mit ausreichend Kaltgetränken versorgt werden. Party-Vorbereitung heißt für den heute 14köpfigen VestA aber nicht nur, DJ buchen und Getränke besorgen, sondern auch, die Mensa zur Disko zu gestalten: 65 Tische und 260 Stühle müssen beiseite geräumt und Beleuchtung organisiert werden.

Aber der VestA organisiert neben den Mensa-Partys noch weitere Veranstaltungen wie das Sommerfest, den Winterball oder Grillen im Hof – mindestens acht Events pro Jahr. Zusätzlich bietet der VestA Beratungen für Studierende an oder hat Bänke für den Innenhof gestiftet, die jedes Jahr neu gestrichen werden müssen. Um all dies zu organisieren gibt es einen Jour Fixe: Jeden Dienstag trifft sich die Gruppe. Sump rechnet, dass es insgesamt 1656 Dienstagstreffen gegeben haben muss.


„Der Hochschulpreis ist eine sehr schöne Anerkennung für uns“, sagt Julian Sump, der erste Vorsitzende in seiner Dankesrede. Patricia Wisotzki, Mitglied im VestA, freut sich auch: „Ich glaube die Hochschule will uns mit dem Preis sagen, dass sie vielleicht auch stolz auf uns ist, auf das, was wir hier immer so auf die Beine stellen.“

 

Der HAWK-Preis ist die höchste Ehrenauszeichnung der Hochschule. Sie wird an hochschulinterne und externe Personen verliehen, die durch herausragende Aktion oder Initiative oder durch einen besonderen Einsatz das Leitbild der HAWK „vielfältig, lebendig, menschlich“ konkretisiert haben und sich dadurch um die Hochschule oder Teile der Hochschule in besonderer Weise verdient gemacht haben.
Entworfen wurde der Preis von HAWK- Student David Müller. Er zeigt die stilisierte Schwinge eines Falken im Aufwind. Musikalisch wurde der Abend vom HAWK-Chor unter der Leitung von Prof. Dr. Ruth Jäger-Jürgens begleitet. Am Nachmittag hatte HAWK-Präsidentin Dienel beim HAWK-Tag die neuen Mitarbeitenden aller Standorte begrüßt. Im Rahmen verschiedener Workshops konnten sich alle Hochschulangehörigen über Projekte und Themen der HAWK informieren.