Als Citymanagerin belebe und vernetze ich die Innenstadt durch Projekte, Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit.
Sammelt neben dem Studium praktische Erfahrungen, knüpft Kontakte und bleibt offen für neue Perspektiven – gute Noten sind wichtig, aber mindestens genauso zählt, dass ihr euch persönlich weiterentwickelt und eure eigene Balance findet.
Studium
Studiengang: M.A. Regionalmanagement und Wirtschaftsförderung
Wie lautet Ihre Abschlussnote? 2.0
Haben Sie während Ihres Studiums Auszeichnungen, Preise oder Stipendien erhalten? Ja
Welche waren das? Deutschlandstipendium; Anerkennung des ALR Hochschulpreis
Haben Sie an Wettbewerben, Hackathons oder ähnlichen Veranstaltungen teilgenommen? Nein
Beruflicher Werdegang
Was machen Sie heute?
Beruflich bin ich als Citymanagerin bei der Wirtschaftsförderung Neustadt am Rübenberge GmbH tätig. In dieser Funktion bin ich insbesondere für die Organisation von Veranstaltungen, die Umsetzung und Begleitung von Projekten sowie für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Darüber hinaus gehört die aktive Belebung der Innenstadt zu meinen zentralen Aufgaben. Mit dem Ziel, ihre Attraktivität zu steigern, Akteure zu vernetzen und das Stadtzentrum von Neustadt am Rübenberge nachhaltig weiterzuentwickeln.
Welche Position haben Sie in dem Unternehmen oder Ihrer Organisation inne? Mitarbeiter*in
Wie lief Ihr Start ins Berufsleben?
Mein Start ins Berufsleben verlief insgesamt sehr positiv. In Neustadt am Rübenberge bin ich gut angekommen und wurde von den Akteur*innen vor Ort sehr freundlich und offen aufgenommen. Dadurch habe ich mich von Anfang an willkommen und gut unterstützt gefühlt.
Nach dem ersten Monat in der Stelle merke ich jedoch auch, dass noch viel Neues auf mich wartet und ich weiterhin viel dazulernen kann. Die Aufgaben sind vielfältig und anspruchsvoll, was ich als motivierend empfinde. Ich freue mich darauf, mich weiter einzuarbeiten und meine Kenntnisse Schritt für Schritt zu vertiefen.
Haben Sie in Ihrem beruflichen Werdegang Auszeichnungen oder Ehrungen erhalten? Nein
Haben Sie Ihr eigenes Unternehmen gegründet? Nein
Haben Sie wissenschaftliche Artikel veröffentlicht oder Vorträge auf Konferenzen gehalten? Nein
Rückblickend auf Ihr Studium
Warum haben Sie sich für das Studium an der HAWK entschieden?
Ich habe mich für das Studium an der HAWK entschieden, weil mich sowohl der Standort Göttingen als auch das Studienkonzept überzeugt haben. Göttingen ist eine lebendige Studentenstadt mit einem vielfältigen akademischen und kulturellen Angebot, was für mich ein ideales Umfeld zum Studieren darstellt. Darüber hinaus ist der Studiengang an der HAWK sehr praxisbezogen ausgerichtet und wurde mir als sinnvolle, aufbauende Ergänzung zu meinem Bachelorstudium empfohlen.
In welchem Moment haben Sie sich an der HAWK „richtig angekommen“ gefühlt?
„Richtig angekommen“ an der HAWK habe ich mich vor allem durch meine Kommiliton*innen gefühlt. Die Gemeinschaft im Masterstudium war von Anfang an sehr offen, unterstützend und wertschätzend. Im Bachelor habe ich durch die Pandemie vieles verpasst, insbesondere den persönlichen Austausch und das studentische Miteinander. Umso schöner war es für mich, im Master diese Gemeinschaft erleben zu dürfen.
Was war Ihr größtes Highlight im Studium?
Mein größtes Highlight im Studium waren die Exkursionen. Besonders die Reisen nach Wien und Bratislava sowie nach Brüssel sind mir in besonderer Erinnerung geblieben. Sie haben mir das Thema Regionalmanagement und Wirtschaftsförderung (vor allem im grenzüberschreitenden EU-Raum) auf eine sehr anschauliche Weise nähergebracht.
Gleichzeitig war es natürlich auch eine tolle Erfahrung, im Rahmen des Studiums neue Orte zu erkunden und andere Perspektiven kennenzulernen. Die Kombination aus fachlichem Input, praktischen Einblicken und gemeinsamen Erlebnissen hat diese Exkursionen zu einem echten Highlight gemacht.
Ihre persönliche Einschätzung: Welche Kompetenzen aus dem Studium sind besonders wichtig?
Aus meiner persönlichen Sicht sind vor allem Kommunikationskompetenzen besonders wichtig. In der Praxis hat man mit einer Vielzahl unterschiedlicher Akteure zu tun, aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Hier ist es entscheidend, Inhalte klar zu vermitteln, unterschiedliche Perspektiven zu berücksichtigen und konstruktiv zusammenzuarbeiten.
Ebenso zentral ist die Fähigkeit zum themenübergreifenden Arbeiten. In gewisser Weise ist man eine „eierlegende Wollmilchsau“: Man muss sich schnell in neue Themen einarbeiten, Zusammenhänge erkennen und flexibel auf unterschiedliche Situationen reagieren können. Diese Offenheit und Anpassungsfähigkeit sind aus meiner Sicht wesentliche Kompetenzen, die das Studium besonders gefördert hat.
Was würden Sie anderen (internationalen) Studierenden raten?
Ich würde anderen Studierenden raten, neben dem Studium praktische Erfahrungen zu sammeln. Praktika oder Nebentätigkeiten helfen nicht nur dabei, theoretisches Wissen anzuwenden, sondern auch, berufliche Orientierung zu gewinnen und wichtige Kontakte zu knüpfen.
Gleichzeitig sind gute Noten natürlich wichtig, aber sie sind nicht alles. Mindestens genauso entscheidend ist es, auf sich selbst zu achten, die eigene Balance zu finden und die Studienzeit auch persönlich zu nutzen. Neue Erfahrungen, Begegnungen und Netzwerke prägen oft genauso stark wie die Inhalte aus den Vorlesungen.
Haben Sie während des Studiums Praktika, Auslandsaufenthalte oder Nebentätigkeiten absolviert, die Sie weitergebracht haben?
Ja, während der zwei Jahre im Masterstudium war ich als studentische Hilfskraft für das Fachwerk5Eck (interkommunale Zusammenarbeit von 5 Fachwerkstädten in Südniedersachsen) tätig. Diese Tätigkeit hat mich fachlich wie persönlich sehr weitergebracht, da ich praktische Einblicke in den entsprechenden Berufszweig gewinnen konnte. Zudem habe ich in Zusammenarbeit mit dem Fachwerk5Eck meine Masterarbeit verfasst, was Theorie und Praxis ideal miteinander verbunden hat. Besonders dankbar bin ich für meine zwei tollen Kolleginnen, die mir das Vertrauen und die Möglichkeit gegeben haben, wertvolle Erfahrungen zu sammeln.
Engagement und Netzwerk
Sind Sie als Mentor*in für aktuelle Studierende der HAWK tätig? Nein
Nehmen Sie an Veranstaltungen des Alumni-Netzwerks der HAWK teil? Ja
Wie oft nehmen Sie circa teil?
Ist zumindest geplant ab März regelmäßig bei Treffen des Netzwerk Regionalmanagement und Wirtschaftsförderung e.V. teilzunehmen.
Engagieren Sie sich ehrenamtlich? Nein
Marie Orban
Studiengang: M.A. Regionalmanagement und Wirtschaftsförderung
Abschlussjahrgang: 2025
Das machen Sie heute: Citymanagerin bei der Wirtschaftsförderung Neustadt am Rübenberge GmbH
In welchem Bereich sind Sie tätig: Citymanagement
Das Interview ist vom 15.02.2026