Bachelorstudierende der Sozialen Arbeit planen gemeinsam mit der Fachstelle radius einen Fachtag zum Thema Demokratieförderung. Die Studierenden sammeln durch die Mitgestaltung des Fachtages praktische Erfahrungen im Projektmanagement, lernen theoretisch fundiert zu arbeiten und erproben den Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis zu gesellschaftlich relevanten Themen.

Die Kooperation mit radius bietet den Studierenden die Möglichkeit, gemeinsam mit einem Praxispartner eigenständige Ideen zu einem gesellschaftlich hochaktuellen Thema zu entwickeln - eine besondere Gelegenheit für praxisnahes Lernen

Vermittlung grundlegender Kompetenzen im Projektmanagement

Dies ist die Basis, um durch eigenes Ausprobieren Erfahrungen zu sammeln und zu reflektieren und damit die eigenen Kompetenzen in der Planung und Umsetzung von Projekten weiterzuentwickeln. Darüber hinaus setzen sich die Studierenden theoretisch mit den Themenfeldern gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Radikalisierungsprävention und Demokratieförderung sowie mit der Situation vor Ort in Hildesheim auseinander. 

Inhalte des Fachtages am 12. Juni in der Rasselmania in Hildesheim

Am 12. Juni 2026 kamen im Veranstaltungszentrum Rasselmania knapp 120 Menschen aus der Stadt- und Landkreisgesellschaft zusammen, um gemeinsam die Frage zu erkunden: In was für einer Gesellschaft möchte ich leben? Darunter waren Schüler*innen, Studierende, Engagiert, Fachkräfte aus Verwaltung, Schule und Sozialer Arbeit sowie interessierte Bürger*innen.

An verschiedenen Stationen wurden unterschiedliche Aspekte von Demokratieerleben sichtbar und erfahrbar gemacht.

Unter dem Titel „Stimmen des Stadtbilds“ hatten Studierende des Projektseminars ein Video konzipiert und erstellt, für das sie Hildesheimer*innen – auch selten gehörte Stimmen sowie Engagierte aus Ehrenamt, Gewerkschaft und Schule – zu (Alltags)demokratie befragten. Aus einer positiven Perspektive heraus zeigt das Video, was demokratisches Miteinander im Kleinen trägt. 
 

Das Video eröffnete den Fachtag – bewusst ohne Moderation oder Einordnung – und entfaltete unter den Besucher*innen eine unmittelbare, spürbare Wirkung. Zusätzlich wurden die Stimmen und Bilder in einer audiovisuellen Station zugänglich gemacht und ausgewählte Zitate präsentiert, um über das Gehörte mit anderen Besucher*innen ins Gespräch zu kommen und eigene Bezüge herzustellen. 
Die weiteren Stationen boten in interaktiven Formaten die Möglichkeit, sich zu folgenden Themen zu informieren und mit andere Teilnehmenden auszutauschen:
•    persönliche Erfahrungen von Rassismus und Diskriminierung sowie verschiedenen Formen von Empowerment („Let’s talk“) 
•    internationale Konflikten sowie humanitären Krisen und deren Bedeutung für das Zusammenleben vor Ort in Hildesheim („Internationale Solidarität lernen und leben“)
•    verschiedene Erscheinungsformen von christlichem Extremismus sowie Präventionsmaßnahmen („Christlicher Extremismus“)
•    Grundrechte in einer Demokratie und Möglichkeiten zur Mitgestaltung („#DemokratieimFeed“).
Zudem gab es einen Eröffnungsimpuls und einen Get-Together-Bereich zum Austausch über Grenzen demokratischer Diskurse – beides gestaltet von der postmigrantischen Bildungsinitiative Schwarze Schafe e.V. aus Hannover. 
Unterstützt und gefördert wurde der Fachtag vom Landes-Demokratiezentrum Niedersachsen. Im Rahmen des Fachtag wurden die Informations- und Beratungsangebote des Landes-Demokratiezentrums sichtbar gemacht.  

Eckdaten zum Projekt

Studiengang
B.A. Soziale Arbeit (Hildesheim)

Studienbereich 
Soziales

Zeitraum 
Wintersemester 2025/26 und Sommersemester 2026

Externe Beteiligung

  • radius – Fachstelle für Demokratiebildung und Radikalisierungsprävention“ (https://radius-hildesheim.de) in Trägerschaft des Caritasverbandes Hildesheim
  • Landes-Demokratiezentrum Niedersachsen (LDZ)

Ziel 
Mitgestaltung eines innovativen, partizipativ ausgerichteten Fachtags in Kooperation mit dem Praxispartner „radius" 

Die Lehrveranstaltung fand im Rahmen des zweisemestrigen Projektseminars im Modul 12 "Projekte" statt. Das Modul wird von Studierenden im 3. und 4. Semester belegt.