„Wir haben 285 verschiedene Sprachen in Kamerun“, erzählt Ivan Donfack, Student im Fach Elektro- / Informationstechnik an der HAWK-Fakultät Naturwissenschaften und Technik in Göttingen beim ersten Internationalen Länderabend des Akademischen Auslandsamtes mit dem Thema Kamerun am Standort Göttingen.
Das Projekt „MIGOEK - Migrantische Ökonomie für ländliche Kommunen“ geht in die zweite Phase. Im ersten Schritt waren Regionalanalysen in den Landkreisen Cloppenburg, Holzminden und Werra-Meißner durchgeführt, ausgewertet und anschließend in Auftaktveranstaltungen vorgestellt worden. Jetzt sollen Unternehmerinnen und Unternehmer mit Migrationshintergrund befragt werden. Dabei geht es neben der Identifizierung von Hürden auch darum, Erfolgsfaktoren herauszufinden und Gründungswilligen gute Beispiele zu präsentieren. Zudem sind unterschiedliche Veranstaltungsformate geplant.
Denkt ein Mensch aus Deutschland an Afghanistan, hat er schnell ganz bestimmte Bilder im Kopf. Schneebedeckte Berggipfel gehören nicht unbedingt dazu. Das hat auch Projektleiter Björn Sedlak erfahren, als er Studierenden entsprechende Bilder aus dem Land zeigte. „Sie kamen nicht auf die Idee, dass diese Bilder zu Afghanistan gehören könnten“, erinnert sich der Wissenschaftliche Mitarbeiter der HAWK- Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit. Dass es in Afghanistan nicht schneit, ist nur eine von vielen Vorstellungen, die wir uns von fremden Ländern, Kulturen und Menschen machen.
Die Niedersächsische Akademie Ländlicher Raum e. V. (ALR) hat Jan Schametat für seine Master-Thesis an der Holzmindener HAWK-Fakultät Management, Soziale Arbeit, Bauen und Dr. Benjamin Ebeling für seine Promotionsschrift an der Göttinger HAWK-Fakultät Ressourcenmanagement mit einer Anerkennung des ALR Hochschulpreises für Studierende 2017 ausgezeichnet. Der diesjährige Wettbewerb hatte das Thema „Perspektive Ländlicher Raum Niedersachsen. Herausforderungen. Diskurse. Lösungen“.