Ausbildung in den Fachgebieten Wasserbau und Wasserwirtschaft

Fließvorgänge in natürlichen Gewässern wie auch in Kanälen und an Wehren sind aufgrund ihrer Komplexität und Dreidimensionalität kaum in theoretischen Vorlesungen zu Hydromechanik und Hydraulik zu verdeutlichen. Hier bietet das Wasserbaulabor mit seinen Versuchsständen ein hilfreiches Instrumentarium, um eine praxisnahe, anschauliche Ausbildung sicher zu stellen.

Die Versuchseinrichtungen des Wasserlabors sollen den Studierenden das Verhalten des in Gerinnen und Rohren fließenden Wassers näher bringen. So haben sie die Möglichkeit, hydraulische Prozesse, die vereinfacht durch Formeln beschrieben werden, mit entsprechenden Modellversuchen zu überprüfen.

Das Wasserbaulabor ist im Bachelor- und Master-Studium des Studiengangs Bauingenieurwesen integriert: in Projekt- und Studienarbeiten machen sich die Studierenden anhand angeleiteter oder selbst durchgeführter Experimente mit den Prozessen im Wasserbaus vertraut.

Ausstattung

  • Hydrostatischer Mehrzweckstand zur Untersuchung von Energieverlusten in Rohren und Krümmern, Flüssigkeitsdruck, Überlaufwehren mit unterschiedlichen Querschnitten, Bernoulli-Gleichung
  • Sedimentationsbecken zur Visualisierung von Erosionsphänomenen im Flussbett und an Einbauten wie Brückenpfeilern
  • Mehrzweckrinne, z. B. zur Untersuchung von Wehreinbauten, Wechselsprung
  • Messflügel zur Fließgeschwindigkeitsmessung von Strömungen im Labor- und Naturmaßstab