Projektverantwortliche
Prof. Franziska Junge
Prof. Dr. Lena Sophie Kaiser
Finanzierung
Stiftung Innovation in der Hochschullehre
Förderkennzeichen
3004-172
Projektkosten
399.336,26 €
Dauer
01.04.2026 bis 31.03.2028

Materialwelten im Maker Space (MAKE)

Kurzbeschreibung

Das hochschulübergreifende Projekt MAKE vereint Gestaltung und Kindheitspädagogik mit dem Ziel, innovative Lernmaterialien für Kinder zu entwickeln. Im Mittelpunkt stehen Materialbuffets und Lerntabletts, die ästhetische Qualität mit pädagogischem Mehrwert verbinden – und damit neue Lernräume eröffnen. 

Beteiligt sind die HAWK Hildesheim (Prof. Junge, Gestaltung, sowie Prof. Dr. Kaiser, Kindheitspädagogik) und die HAW Kiel (Prof. Dr. Hormann, Kindheitspädagogik). Studierende aus Design, Elementarpädagogik (0–6 Jahre) und Primarpädagogik (6–12 Jahre) bringen ihre unterschiedlichen Perspektiven in den Entwicklungsprozess ein. Kreative Praxis und wissenschaftliche Forschung ergänzen sich dabei und führen zu nachhaltigen Bildungsressourcen. 

Gefördert wird das Projekt von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre im Rahmen des Programms Freiraum 2026; die Laufzeit erstreckt sich von April 2026 bis März 2028.

Lernbuffets im Maker Space: Die Konzipierung der Lernbuffets ist ein langer Prozess und nimmt gestalterische Qualität und pädagogische Wirksamkeit gleichermaßen in den Blick.

Hintergrund

Materialbuffets und Lerntabletts sind in frühkindlichen und primarpädagogischen Bildungseinrichtungen etablierte Werkzeuge zur Förderung entdeckenden Lernens. Gleichzeitig besteht weiterhin ein Bedarf an systematisch entwickelten und empirisch erprobten Konzepten, die gestalterische Qualität und pädagogische Wirksamkeit gleichermaßen in den Blick nehmen. Hier setzt MAKE an: Das Projekt führt gestalterische und pädagogische Perspektiven zusammen und schafft eine hochschulübergreifende, interdisziplinäre Lehr- und Forschungsumgebung, in der innovative Ansätze der Materialgestaltung entwickelt, erprobt und wissenschaftlich untersucht werden.

Ziele des Projekts

MAKE entwickelt ein interaktives Lehrkonzept, das Studierende aus Gestaltung und Kindheitspädagogik in allen Projektphasen aktiv einbindet. Ziel ist es, nachhaltige Bildungsressourcen zu schaffen, die in KiTas und Grundschulen praktisch erprobt und auf ihre pädagogische Wirksamkeit und ästhetische Attraktivität hin untersucht werden. Das Projekt generiert neue Erkenntnisse zur Integration von Design & Pädagogik, entwickelt beständige Lernmaterialien und fördert entdeckendes Lernen. 

Ein besonderer Fokus liegt auf der Reflexion der eigenen Perspektiven und der forschenden Auseinandersetzung mit pädagogischen Situationen. Die Studierenden werden dazu ermutigt, diese differenziert zu analysieren und daraus gestalterische sowie didaktische Lösungen abzuleiten. Dadurch werden zentrale Future Skills wie kritisches Denken, interdisziplinäres Arbeiten und praxisorientierte Problemlösung gefördert. 

Methodik und Vorgehen

Der Maker Space bietet die räumliche & methodische Infrastruktur. Im Maker Space arbeiten Studierende in interdisziplinären Teams mit Methoden wie Design Thinking, dem Odyssee Framework und Prototyping. Sie entwickeln neuartige Konzepte für Lernbuffets und durchlaufen dabei den vollständigen Zyklus von der Konzeption bis zur Evaluation. Peer-Review-Sitzungen integrieren konstruktives Feedback aus verschiedenen Disziplinen. In Kooperation mit lokalen Bildungseinrichtungen werden die Prototypen vor Ort erprobt. Im Projektteam wird durch empirische Methoden wie Beobachtung und Interviews dokumentiert, wie Kinder mit den Materialien interagieren. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen iterativ in die Weiterentwicklung ein. Die qualitative Datenerhebung ermöglicht Rückschlüsse auf pädagogische Wirksamkeit und ästhetische Attraktivität. 

Wissenstransfer

Die Projektergebnisse werden durch Manuals, Dokumentationen und eine Wissensdatenbank gesichert, die künftigen Studierenden und der pädagogischen Fachcommunity zugänglich gemacht werden. Verschiedene Publikationen in Fachzeitschriften sichern den Transfer in Wissenschaft und Praxis.