Bereich: KI Software as a Service

Gründungsjahr: 2025

Ehemalige Fakultäten/Studiengänge der Teammitglieder: Henri und Luca: Master Elektro- und Informationstechnik, Sonja und Annika: Unternehmensführung an der Georg-August-Universität Göttingen 

Beschreibe dein Startup in zwei Sätzen:

Notisent ist ein persönlicher KI-Arbeitsassistent, der Informationsflut reduziert, Kommunikations- und Arbeitsprozesse intelligent organisiert und Aufgaben automatisiert, indem er verschiedene Informationsquellen verknüpft, Inhalte priorisiert und sich nahtlos in bestehende Tools integriert.
Die in Deutschland entwickelte und gehostete Lösung wurde speziell für KMU-Beratungen entwickelt, spart täglich rund eine Stunde Zeit und schafft durch sichere, kontextbasierte Unterstützung ein effizienteres und strukturierteres Arbeiten. 

Wie seid ihr auf eure Gründungsidee gekommen und was hat euch motiviert diese zu verwirklichen?

Die Idee für Notisent entstand Ende 2023, als Henri und Luca im Rahmen ihres Masterprojekts an der HAWK Göttingen an einer KI-basierten Notizen-App arbeiteten. Aus diesem Projekt entwickelte sich schnell der Wunsch, die Idee im Rahmen ihrer Masterarbeiten weiterzuführen und daraus ein eigenes Startup aufzubauen. Anfang 2024 kamen Sonja und Annika für die betriebswirtschaftliche Perspektive zum Team hinzu. Gemeinsam wurde die ursprüngliche Idee weiterentwickelt und zu einer umfassenderen Vision eines KI-Arbeitsassistenten für Wissensarbeit geschärft. Zusätzliche Motivation erhielten wir durch die positive externe Resonanz auf unsere Idee – unter anderem durch den Gewinn des LIFT-OFF-Gründungswettbewerbs der Universität Göttingen sowie die Förderung durch das EXIST-Gründungsstipendium.

Wie würdet ihr euer Produkt/eure Idee beschreiben, für wen ist euer Angebot gedacht und welches Problem löst ihr?

Notisent ist ein KI-basierter Arbeitsassistent, der Informationsflut reduziert und Wissensarbeit effizienter organisiert. Die Software verknüpft verschiedene Informationsquellen wie E-Mails, Dokumente und Kommunikationskanäle, filtert und priorisiert Inhalte, erstellt Zusammenfassungen und leitet automatisch Aufgaben, Termine oder Kontakte ab. Dadurch erhalten Nutzer:innen eine zentrale Übersicht über relevante Informationen und den aktuellen Arbeitskontext. Unser Angebot richtet sich insbesondere an kleine und mittelständische Beratungsunternehmen, in denen täglich große Mengen an Informationen über verschiedene Tools und Kanäle verteilt sind. Diese Fragmentierung führt häufig dazu, dass Informationen verloren gehen, Aufgaben vergessen werden oder wichtige Zusammenhänge schwer erkennbar sind. Notisent löst dieses Problem, indem der KI-Assistent Wissen, Aufgaben und Kommunikation intelligent bündelt und kontextbezogen verfügbar macht. So werden organisatorischer Aufwand und kognitive Belastung reduziert, während Produktivität, Transparenz und Arbeitsqualität im Team deutlich steigen.

Welche HAWK-Hochschul- und Lehrveranstaltungen haben euch geholfen, wie konnte euch die Hochschule unterstützen?

Besonders prägend für unsere Gründungsidee waren das Masterprojekt und die anschließenden Masterarbeiten im Studiengang Elektrotechnik an der HAWK Göttingen. Während dieser Zeit wurden wir von Dr. Philipp Nolte und Prof. Dr. Roman Grothausmann fachlich begleitet und ermutigt, unsere Projektidee weiterzuentwickeln. Die Hochschule hat uns dabei nicht nur durch wissenschaftliche Betreuung unterstützt, sondern auch durch Impulse für den nächsten Schritt in Richtung Gründung. So wurden wir beispielsweise dazu motiviert, unsere Idee beim LIFT-OFF-Gründungswettbewerb der Universität Göttingen einzureichen. 

Gab es Herausforderungen im Gründungsprozess – und wie seid ihr damit umgegangen und welche Skills oder Kompetenzen haben euch am meisten geholfen?

Eine der größten Herausforderungen im Gründungsprozess war es, aus einer technischen Projektidee ein tragfähiges Geschäftsmodell zu entwickeln und das tatsächliche Problem der Zielgruppe klar zu verstehen. Dafür haben wir früh qualitative Interviews mit potenziellen Kund:innen geführt und unser Konzept auf Basis dieses Feedbacks weiterentwickelt und geschärft. Eine weitere Herausforderung bestand darin, technische Entwicklung, Marktvalidierung und organisatorische Themen parallel voranzutreiben. Dabei hat uns besonders die interdisziplinäre Zusammensetzung unseres Teams geholfen: technische Kompetenzen in KI und Softwareentwicklung auf der einen Seite sowie betriebswirtschaftliche und strategische Perspektiven auf der anderen. Ebenso wichtig waren Offenheit für Feedback, eine iterative Arbeitsweise und die Unterstützung durch Mentoren und Gründungsprogramme, die uns bei der Strukturierung der nächsten Schritte geholfen haben.

Was würdet ihr anderen Studierenden oder Gründungsinteressierten mit auf den Weg geben?

Unser wichtigster Rat ist, frühzeitig mit potenziellen Nutzer:innen zu sprechen und möglichst schnell in den Markt zu gehen, anstatt ein Produkt lange im stillen Kämmerlein zu perfektionieren. Erst durch echtes Feedback aus der Praxis wird klar, welches Problem wirklich gelöst werden muss und welche Funktionen tatsächlich relevant sind. Außerdem haben wir gelernt, wie wichtig ein gutes Netzwerk ist – etwa zu Mentor:innen, anderen Gründer:innen oder Unterstützungsstrukturen an Hochschulen. Gleichzeitig sollte man gerade in der frühen Phase mehr Zeit einplanen, sobald externe Partner, Förderprogramme oder organisatorische Prozesse beteiligt sind, da diese oft länger dauern als zunächst erwartet. Insgesamt hilft eine offene, iterative Arbeitsweise sowie die Bereitschaft, aus Feedback zu lernen und die eigene Idee kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Kontaktdaten des Unternehmens: Webseite: https://notisent.de/