Details

Datum
27.01.2021
Zeit
9:30-11:00 Uhr
Standort
https://zoom.us/my/schwingeler

Die hyperrealistische Machinima-Maschine

Die Mehrheit der zeitgenössischen Mainstream-Videospiele wiederholt sich in endlosen militaristische Erzählschleifen. Daher funktionieren die hyperrealistischen und überwältigenden digitalen Welten allzu oft als hegemoniale Bestätigungsmaschinen und erfüllen nicht das Potenzial dieses interaktiven Mediums, die eigentlich die Werte ihrer Community herauszufordern sollte.

Der Hyperrealismus, der die Ästhetik vieler zeitgenössischer Mainstream-Videospiele prägt, übt einen Bildzauber, eine visuelle Magie aus, deren Wirkung oft die der physischen realen Welt übersteigt. Die digitalen Landschaften sind realer als real, deren Sonnenuntergänge perfekt. Bis zu einem gewissen Grad lässt sich die künstlerische und filmische Faszination für das Medium als parasitäre Nutzung dieses technologischen "Muskelsspiels" der Videospielindustrie erklären. Für Kunst und Filmschaffende stellt sich hier die Frage, inwieweit der Bildzauber der Games mit Hilfe von Machinimas oder künstlerischen Aneignungen umgenutzt oder gebrochen werden kann?

Der Vortrag von Total Refusal aus der Reihe "Design am Mittwoch" findet statt am Mittwoch, 27. Januar 2021, um 9:30 Uhr im Rahmen der Vorlesung "Kulturgeschichte im Designkontext" von Prof. Dr. Stephan Schwingeler. 

Zoom-Meeting beitreten:
https://zoom.us/my/schwingeler

CV Total Refusal

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12/2020

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Schwingeler Porträt
Professor für Medienwissenschaft
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