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Datum
30.06.2021
Zeit
ab 19:00 Uhr

The MAGIC of Semantic IxD

Wissen Sie, wie hoch die kognitive Belastung Ihrer Design-Ideen für die Nutzer:innen ist, noch bevor Sie den ersten Bildschirm skizzieren? Wenn die kognitive Belastung Ihres UX-Designs zu hoch ist, werden diese Ihr Produkt als schwierig und unangenehm zu bedienen empfinden.

Es ist zwar möglich, die kognitive Belastung in einem Usability-Labor zu messen, aber dann ist es bereits zu spät und zu teuer, um die zugrunde liegenden Probleme zu beheben. Die Lösung? Sie müssen wissen, wie hoch die kognitive Belastung für Ihre Benutzer:innen ist, und diese bereits zu Beginn Ihrer Designprojekte abmildern. Mit anderen Worten: Eine Technik zur Minimierung der kognitiven Belastung sollte Ihre Designpraxis von Anfang an leiten.

In diesem Gastvortrag stellt Professor Rosenberg Semantic Interaction Design vor, eine innovative Methode, die sich von zentralen konzeptionellen Modellen bis hin zum Einsatz angewandter spieltheoretischer Techniken erstreckt, um optimale Erfahrungen für Benutzer:innen zu schaffen.

Der Vortrag behandelt die Fragestellung, inwiefern sich die Kognitionswissenschaft für Semantisches Interaktionsdesign eignet. Es werden reale Beispiele vorgestellt, welche die Vorteile und den Erfolg dieses neuen Ansatzes aufzeigen. Zudem wird aufgezeigt, wie Produktanforderungen zehnmal schneller in erste UX-Designs umsetzbar sind und wie Nutzungserlebnisse mit höherer Anfangsqualität entworfen werden können. Das 4-Ebenen UX-Framework, das UX-Grammatik, Präsentation, Flow und Spieltheorie vereint, wird vorgestellt. Weiterhin wird aufgezeigt, wie diese Methode datengetriebene Geschäftsentscheidungen einbezieht, um den Produkterfolg anzusteuern.

Daniel Rosenberg ist Träger des SigCHI Lifetime Practice Award 2019 für seine Kombination von technischen und Führungsbeiträgen zum Feld seit über 40 Jahren.

Derzeit ist er UX-Berater und außerordentlicher Professor für HCI an der San Jose State University. Er ist Mitglied des Beirats der Interaction Design Foundation und Herausgeber des "Business of UX"-Forums in der Zeitschrift ACM Interactions.

Er erfand viele der Standard-GUI-Designmuster, die wir heute verwenden, als er als User Interface Architect für Ashton-Tate & Borland arbeitete. Dazu gehört das erste GUI Integrated Development Environment, welches UX im Workspace-Stil für Programmier- und Kreativwerkzeuge definiert. Er erfand Tabs als UI-Mechanismus und entwarf auch die erste GUI-Administrations-UX, während er UX Vice President bei Oracle war.

Im Laufe seiner Karriere hat Daniel Rosenberg viele UX-Methoden eingeführt, die heute gängige Praxis sind. Zu den dokumentierten Beispielen gehört das Kapitel über Rapid Prototyping im ersten Handbook of HCI (Elsevier 1988), welches er mitverfasst hat. Auf einer Sondersitzung der CHI1988 führte er die UX-Community in das Konzept des GUI Look and Feel als integralen Bestandteil des Corporate Branding ein. Im gleichen Zeitraum war er Mitautor von Human Factors in Product Design (Elsevier 1991), dem ersten HF-Lehrbuch mit Fokus auf Konsumgüter, das sowohl die Designausbildung als auch die Praxis über ein Jahrzehnt lang revolutionierte.

Mit seinem neuen Buch UX MAGIC teilt der Autor sein geballtes Wissen über IxD-Wissenschaft, -Theorie und -Praxis, in einer umfassenden neuen Methode, die er Semantic IxD nennt und von der er hofft, dass sie das gesamte HCI-Feld zu noch größerem Erfolg führen wird.

In diesem Vortrag stellt Professor Daniel Rosenberg sein neues Buch mit dem Titel UX MAGIC vor. Darin wird erforscht, wie Designer:innen Produktanforderungen effektiver in reichhaltige Erlebnisse umwandeln können. Er wird uns erzählen, wie wir die Wirksamkeit des Designs maximieren können, so dass lediglich eine minimale Anzahl an Screens und Prozessschritten notwendig ist.

Dieser Gastvortrag wurde von Inken Alber und Svenja Moje, im Rahmen ihres Tutoriums, UX Design Methoden, organisiert. Studierende können sich zu den Terminen im StudIP anmelden.

Der Vortrag findet am Mittwoch, 30. Juni, um 19 Uhr via Zoom, auf englisch statt. Studierende und Lehrende der Fakultät Gestaltung erhalten den Zoom-Link per E-Mail, Interessierte schreiben bis Mittwoch, 30. Juni, 15 Uhr eine Mail an Andreas Kreichelt, um die Zugangsdaten zu erhalten.