Details

Datum
07.11.2018
Zeit
ab 18:30 Uhr
Standort
Brühl 20
(Fachwerkhaus)
31134 Hildesheim

„…das Ebur aber ist ein Bein und des Elephanten Zahn…“ - ein aktualisierter Blick auf den Werkstoff Elfenbein

Was genau wird als Elfenbein bezeichnet? Wie bildet es sich und wie wächst ein Stoßzahn? Welche Eigenschaften besitzt dieses Material? Wie sehen die typischen Schadensbilder aus und wie trägt man zur Erhaltung von Kunstwerken aus Elfenbein bei?
Für eine gelungene Konservierung und Restaurierung von Elfenbeinobjekten sind, wie bei allen Kulturgütern, umfassende Materialkenntnisse die Voraussetzung.
Die spezifischen Eigenschaften des Werkstoffs bedingen die Möglichkeiten der Bearbeitung, das endgültige Aussehen sowie das Alterungsverhalten. Neben einem Überblick zu den  Be- und Verarbeitungsprozessen von Elfenbein stehen deshalb die Wachstumsstrukturen des Stoßzahns und die damit verknüpften Materialeigenschaften im Fokus des Vortrags. Das Studienmaterial bilden die über 300 Kunstwerke aus Elfenbein im Besitz der Berliner Skulpturensammlung und des Museums für Byzantinische Kunst, die vom 4. bis ins 18. Jahrhundert datieren. Mitteilungen aus historischen Quellen und ein Rückblick auf eigene, zwischenzeitlich revidierte Ansichten über dieses einzigartige Material ergänzen den Vortrag.
Hiltrud Jehle arbeitet als Restauratorin mit dem Schwerpunkt polychrome Bildwerke aus Holz an der Skulpturensammlung und dem Museum für Byzantinische Kunst, Staatliche Museen zu Berlin, und betreut die Elfenbeinkunstwerke der beiden Sammlungen.

Die Veranstaltungen finden immer um 18:30 Uhr statt und bestehen im Wesentlichen aus einem 45-60-minütigen Fachvortrag. Die anschließende Diskussion klingt im lockeren Gespräch mit Umtrunk und Imbiss aus.

Vortragende: Dipl.-Rest. Hiltrud Jehle, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz